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Gesund abnehmen: So gelingt eine nachhaltige Gewichtsabnahme

Erfahre, wie gesundes Abnehmen durch ein Kaloriendefizit und langfristig umsetzbare Gewohnheiten gelingen kann

Geschrieben von
GoLighter Redaktion
Letzte Änderung
17.08.2026
Lesezeit
5
min
Das Wichtigste in Kürze
  • Gesund abnehmen bedeutet, ein Kaloriendefizit durch alltagstaugliche Gewohnheiten zu erreichen und aufrechtzuerhalten.
  • Eiweiß und Ballaststoffe können die Sättigung unterstützen und dabei helfen, ein Kaloriendefizit einzuhalten.
  • Regelmäßige Bewegung kann die Gewichtsabnahme unterstützen und beim langfristigen Gewichtserhalt helfen.
  • Schlaf und Stress können Hunger, Sättigung und Essverhalten beeinflussen.
  • Kalorienhaltige Getränke und Alkohol können die tägliche Energieaufnahme deutlich erhöhen.
  • Ein Ernährungstagebuch kann helfen, eigene Ess- und Verhaltensmuster besser zu erkennen.
  • In bestimmten Fällen kann eine medikamentöse Unterstützung der Gewichtsreduktion sinnvoll sein.
Junge Frau lächelt und hält eine Personenwaage vor sich, vor türkisfarbenem Hintergrund – Symbolbild für Gesund Abnehmen und bewusstes Gewichtsmanagement.

Wie nimmt man gesund ab?

Abnehmen setzt ein Kaloriendefizit voraus. Das bedeutet, dass der Körper über bestimmte Zeit mehr Energie verbraucht, als über Nahrung und Getränke aufgenommen wird. 

Gesund abnehmen bedeutet, dieses Kaloriendefizit auf eine alltagstaugliche und langfristig umsetzbare Weise zu erreichen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und nachhaltige Gewohnheiten können dabei helfen. Ziel ist nicht nur die Gewichtsabnahme selbst, sondern auch, das erreichte Gewicht langfristig zu halten.

Wie leicht dieses Defizit erreicht und langfristig gehalten werden kann, wird jedoch von zahlreichen biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst.

Was bedeutet gesund abnehmen?

Gesund abnehmen bedeutet nicht nur, Gewicht zu verlieren, sondern die Gewichtsabnahme so zu gestalten, dass sie langfristig umsetzbar ist und die Gesundheit unterstützt. Dazu gehört, den Körper ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen, Muskelmasse möglichst zu erhalten und das Gewicht schrittweise statt möglichst schnell zu reduzieren. Außerdem sollte die gewählte Strategie in den Alltag passen und dauerhaft umsetzbar sein. Für eine Gewichtsabnahme bleibt ein Kaloriendefizit die Voraussetzung.

Wann kann eine Gewichtsabnahme sinnvoll sein?

Ein höheres Körpergewicht kann mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Wie hoch das individuelle Risiko ist, hängt jedoch nicht allein vom Körpergewicht ab, sondern auch von Faktoren wie der Fettverteilung, der Körperzusammensetzung und bestehenden Begleiterkrankungen.

Welche Rolle spielt der BMI?

Der Body-Mass-Index (BMI) dient als erste Orientierung, um das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße einzuordnen. Für viele Menschen liefert er einen guten ersten Hinweis auf ein mögliches gesundheitliches Risiko. Da er jedoch weder die Körperzusammensetzung noch die Fettverteilung berücksichtigt, lässt sich das individuelle Gesundheitsrisiko nicht allein anhand des BMI beurteilen.

Welche Werte sind zusätzlich wichtig?

  • Taillenumfang: Gibt Hinweise auf die Menge an viszeralem Fett im Bauchraum.
  • Taille-Hüft-Verhältnis (WHR): Zeigt, wie das Körperfett verteilt ist.
  • Körperfettanteil: Beschreibt die Körperzusammensetzung genauer als der BMI. Die Aussagekraft hängt jedoch von der verwendeten Messmethode ab. Einfache Körperfettwaagen liefern häufig nur Schätzwerte.
  • Gesundheitsparameter: Werte wie Blutdruck, Blutzucker und Blutfette liefern zusätzliche Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken.
Warum kann die Waage beim Abnehmen in die Irre führen?

Das Körpergewicht allein sagt nicht alles darüber aus, wie sich der Körper verändert. Neben dem Körpergewicht können sich auch die Körperzusammensetzung und der Taillenumfang verändern. Vor allem bei gleichzeitigem Muskelaufbau kann die Gewichtsabnahme auf der Waage geringer ausfallen, obwohl Körperfett verloren geht und sich das Körpergefühl verbessert.

Wie kann ich meine Abnehmfortschritte sinnvoll verfolgen?

Die Waage liefert nur einen Teil der Information. Es kann sinnvoll sein, sich etwa einmal pro Woche unter vergleichbaren Bedingungen zu wiegen und die Gewichtsentwicklung über längere Zeit zu betrachten. Zusätzlich können regelmäßige Fotos helfen, Veränderungen der Körperform sichtbar zu machen – insbesondere dann, wenn sich die Körperzusammensetzung verändert und gleichzeitig Muskelmasse aufgebaut wird.

Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?

Eine ärztliche Beratung ist besonders dann sinnvoll, wenn Unsicherheit über das eigene Gesundheitsrisiko besteht, Begleiterkrankungen vorliegen oder Laborwerte wie Blutzucker oder Blutfette auffällig sind. Ärztinnen und Ärzte können die verschiedenen Messwerte einordnen und individuelle Empfehlungen geben.

Welche Vorteile bringt eine nachhaltige Gewichtsreduktion bei Übergewicht?

Eine nachhaltige Gewichtsreduktion kann die Gesundheit verbessern und das Risiko für verschiedene Folgeerkrankungen von Übergewicht senken. Bereits eine Gewichtsabnahme von 5 bis 10 % des Ausgangsgewichts kann mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein.

Höhere körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität: Vielen Menschen fällt Bewegung nach einer Gewichtsabnahme leichter. Zudem berichten viele Betroffene über mehr körperliche Leistungsfähigkeit und Verbesserungen im Alltag.

Entlastung der Gelenke: Mit sinkendem Körpergewicht nimmt die mechanische Belastung von Gelenken wie Knie und Hüfte ab. Das kann Beschwerden lindern und die körperliche Funktion verbessern.

Herz-Kreislauf-Gesundheit: Eine Gewichtsabnahme kann dazu beitragen, Blutdruck und Blutfettwerte günstig zu beeinflussen. Dadurch können sich Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessern.

Weniger Risiko für bestimmte Erkrankungen: Übergewicht und Adipositas sind mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Erkrankungen verbunden, darunter Typ-2-Diabetes sowie bestimmte Krebsarten. Eine Gewichtsabnahme kann dazu beitragen, diese Risiken zu verringern.¹˒²

Bessere Schlafqualität: Übergewicht steht in engem Zusammenhang mit schlafbezogenen Atemstörungen wie der obstruktiven Schlafapnoe. Eine Gewichtsabnahme kann die Symptome verringern und die Schlafqualität verbessern.

Wie funktioniert eine nachhaltige Gewichtsabnahme?

Eine nachhaltige Gewichtsabnahme entsteht meist nicht durch kurzfristige Diäten, sondern durch Veränderungen, die sich dauerhaft in den Alltag integrieren lassen.

Ein Kaloriendefizit bleibt zwar die Voraussetzung für eine Gewichtsabnahme. Entscheidend ist jedoch, dass sich Ernährung, Bewegung und Alltagsgewohnheiten langfristig umsetzen lassen. Sehr restriktive Diäten sind dagegen häufig schwer durchzuhalten und führen deshalb oft nicht zu einem dauerhaften Erfolg.

Wie schnell kann man gesund abnehmen?

Wie schnell das Körpergewicht sinkt, ist individuell unterschiedlich. Als grobe Faustregel gilt: Ein tägliches Kaloriendefizit von 500–600 Kalorien kann zu einer Gewichtsabnahme von etwa 0,5 kg pro Woche führen.

Gerade zu Beginn einer Gewichtsabnahme kann das Körpergewicht unterschiedlich schnell sinken. Ein Teil der anfänglichen Gewichtsveränderung ist häufig auf Veränderungen des Wasserhaushalts zurückzuführen und nicht ausschließlich auf den Abbau von Körperfett.

Die tatsächliche Gewichtsabnahme wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören unter anderem:

  • das Ausgangsgewicht
  • die Höhe und Dauer des Kaloriendefizits
  • die körperliche Aktivität
  • Alter und Geschlecht
  • genetische und hormonelle Faktoren
  • Begleiterkrankungen
  • bestimmte Medikamente
  • psychologische und soziale Faktoren
Warum führen Crash-Diäten oft nicht zum langfristigen Erfolg?

Sehr restriktive Diäten lassen sich häufig nur schwer langfristig durchhalten. Kehren nach der Diät frühere Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zurück und wird wieder mehr Energie aufgenommen, als der Körper verbraucht, kann das Gewicht erneut ansteigen. Gleichzeitig können biologische Anpassungen wie ein verstärktes Hungergefühl oder ein geringerer Energieverbrauch das Halten des Gewichts zusätzlich erschweren.

Zudem können Crash-Diäten mit Risiken verbunden sein. Dazu gehören unter anderem eine unzureichende Nährstoffversorgung, der Verlust von Muskelmasse sowie eine erhöhte körperliche und mentale Belastung. Deshalb empfehlen Fachgesellschaften eine schrittweise und langfristig umsetzbare Gewichtsreduktion.

Wie gelingt ausgewogenes Essen beim Abnehmen langfristig?

Eine ausgewogene Ernährung kann dabei helfen, die Sättigung zu fördern und ein Kaloriendefizit einzuhalten. Entscheidend sind nicht Perfektion, sondern Gewohnheiten, die sich dauerhaft in den Alltag integrieren lassen.

5 Tipps für eine ausgewogene Ernährung beim Abnehmen

1. Kalorienreiche, wenig sättigende Lebensmittel bewusst reduzieren

Lebensmittel und Getränke mit hoher Energiedichte liefern viele Kalorien auf kleiner Menge. Wie gut sie sättigen, hängt jedoch unter anderem von ihrer Zusammensetzung ab. Eiweiß, Ballaststoffe und die Konsistenz eines Lebensmittels können beispielsweise die Sättigung beeinflussen. Deshalb können auch Lebensmittel mit hoher Energiedichte durchaus gut sättigen.

Wer vor allem kalorienreiche, wenig sättigende Produkte häufiger durch Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte ersetzt, kann die Energiezufuhr leichter reduzieren.

2. Auf ausreichend Eiweiß achten

Eiweißreiche Lebensmittel wie Joghurt, Hüttenkäse, Hülsenfrüchte, Tofu, Fisch oder Eier können die Sättigung fördern. Regelmäßiges Krafttraining ist besonders wichtig, um Muskelmasse während einer Gewichtsabnahme zu erhalten. Eine ausreichende Eiweißzufuhr kann dabei unterstützen.

3. Ballaststoffreiche Lebensmittel bevorzugen

Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte liefern Ballaststoffe. Sie können die Sättigung unterstützen und dabei helfen, ein Kaloriendefizit einzuhalten.

4. Lebensmittel mit niedriger Energiedichte gezielt einsetzen

Lebensmittel mit niedriger Energiedichte liefern vergleichsweise wenig Kalorien pro Menge. Dazu gehören beispielsweise viele Gemüse- und Obstsorten. Sie können dabei helfen, die Energiezufuhr zu reduzieren, ohne dass die Portionsgröße stark eingeschränkt werden muss.

Wie gut ein Lebensmittel sättigt, hängt jedoch nicht allein von seiner Energiedichte ab. Auch Faktoren wie Eiweiß- und Ballaststoffgehalt sowie die Konsistenz spielen eine Rolle. Für eine ausgewogene Ernährung sollten deshalb neben der Energiedichte auch die Nährstoffzusammensetzung und die individuelle Sättigung berücksichtigt werden.

5. Alkohol bewusst konsumieren

Alkohol liefert zusätzliche Kalorien, trägt jedoch kaum zur Sättigung bei. Zudem ist Alkoholkonsum mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Fachgesellschaften weisen darauf hin, dass es keinen gesundheitlich unbedenklichen Alkoholkonsum gibt.

Welche Getränke sind beim Abnehmen sinnvoll?

Kalorienfreie Getränke wie Wasser, ungesüßter Tee oder schwarzer Kaffee können dabei helfen, die Kalorienzufuhr niedrig zu halten. Wer regelmäßig zuckerhaltige Softdrinks trinkt, kann zudem Kalorien einsparen, indem diese durch Light- oder Zero-Getränke ersetzt werden.

Welche Getränke sich im Alltag am besten eignen, hängt jedoch auch von den persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten ab.

Muss ich auf Kohlenhydrate verzichten?

Nein. Für eine Gewichtsabnahme ist kein Verzicht auf Kohlenhydrate erforderlich. Vor allem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse liefern wichtige Nährstoffe und können zur Sättigung beitragen. Entscheidend ist nicht der Verzicht auf einzelne Lebensmittelgruppen, sondern die gesamte Energiebilanz.

Welche Diät ist die beste zum Abnehmen?

Viele Menschen suchen nach der besten Diät zum Abnehmen. Eine einzelne Ernährungsweise ist jedoch nicht grundsätzlich überlegen. Entscheidend ist, ob sie dabei hilft, ein Kaloriendefizit zu erreichen, und sich langfristig in den Alltag integrieren lässt.

Diätform Kurzbeschreibung & Einschätzung
Low Carb Kohlenhydrate werden deutlich reduziert. Ein Teil der anfänglichen Gewichtsabnahme ist häufig auf Wasserverlust durch entleerte Glykogenspeicher zurückzuführen. Für manche Menschen ist die Ernährungsweise gut umsetzbar, andere empfinden die Einschränkungen als schwierig.
Low Fat Der Fokus liegt auf fettarmen Lebensmitteln. Auch mit einer fettarmen Ernährung ist eine Gewichtsabnahme möglich, sofern ein Kaloriendefizit erreicht wird.
Intermittierendes Fasten (z. B. 16:8) Gegessen wird nur innerhalb eines festgelegten Zeitfensters. Die Methode kann dabei helfen, die Kalorienzufuhr zu reduzieren, zeigt bei gleicher Kalorienaufnahme jedoch keinen klaren Vorteil gegenüber anderen Ernährungsformen.
Mittelmeerdiät Reich an Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch, Nüssen und Olivenöl. Diese Ernährungsweise gilt als langfristig gut umsetzbar und ist mit günstigen Effekten auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit und den Stoffwechsel verbunden. Für eine Gewichtsabnahme bleibt jedoch auch bei der mediterranen Ernährung ein Kaloriendefizit entscheidend.
Kann ich auch ohne Diät abnehmen?

Ja. Eine Gewichtsabnahme ist nicht an eine bestimmte Ernährungsweise gebunden. Entscheidend ist, dass ein Kaloriendefizit erreicht wird. Viele Menschen schaffen dies durch langfristige Veränderungen ihrer Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten, ohne einer festen Diät zu folgen.

Wann kann eine Ernährungsberatung sinnvoll sein?

Eine Ernährungsberatung kann hilfreich sein, wenn Unsicherheit darüber besteht, wie sich ein Kaloriendefizit alltagstauglich umsetzen lässt oder welche Ernährungsweise zu den eigenen Vorlieben und Lebensumständen passt. Bei Vorerkrankungen kann zusätzlich eine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung sinnvoll sein.

Wie kann Bewegung gesundes Abnehmen unterstützen?

Bewegung allein reicht häufig nicht aus, um ein Kaloriendefizit zu erreichen. Dennoch spielt sie eine wichtige Rolle für die Gesundheit und den langfristigen Gewichtserhalt. Sie erhöht den Energieverbrauch, hilft dabei, Muskelmasse während einer Gewichtsabnahme zu erhalten, und kann die Herz-Kreislauf-Gesundheit sowie die körperliche Leistungsfähigkeit fördern.

Für den Einstieg reichen oft schon kleine Veränderungen im Alltag. Langfristig können regelmäßige Bewegung sowie Ausdauer- und Krafttraining dazu beitragen, die Gesundheit zu fördern und das reduzierte Gewicht zu halten.

4 Tipps für mehr Bewegung beim Abnehmen

1. Starte mit mehr Bewegung im Alltag

Du musst nicht sofort mit einem strukturierten Trainingsprogramm beginnen. Bereits 10–15 Minuten mehr Bewegung pro Tag können ein guter Einstieg sein.

Kurze Spaziergänge, Treppensteigen, Wege zu Fuß oder eine Haltestelle früher auszusteigen, können dabei helfen, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Kleine Veränderungen sind oft ein realistischer Einstieg und lassen sich nach und nach ausbauen.

2. Ergänze regelmäßiges Ausdauertraining

Bewegungsformen wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen fördern die Herz-Kreislauf-Gesundheit und erhöhen den Energieverbrauch.

3. Integriere Krafttraining

Krafttraining hilft dabei, Muskelmasse während einer Gewichtsabnahme zu erhalten. Für Erwachsene empfehlen Fachgesellschaften, die Muskulatur mindestens zweimal pro Woche gezielt zu trainieren.

4. Wähle Bewegungsformen, die Dir Freude machen

Ob Tanzen, Wandern, Gartenarbeit oder Teamsport: Aktivitäten, die Spaß machen, lassen sich häufig leichter langfristig beibehalten.

Wie viel Bewegung wird für die Gesundheit empfohlen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen, sich pro Woche mindestens 150 bis 300 Minuten moderat intensiv zu bewegen, zum Beispiel durch zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen. Zusätzlich wird empfohlen, mindestens zweimal pro Woche Krafttraining durchzuführen.

Wie können Schlaf und Stressmanagement gesundes Abnehmen unterstützen?

Stress und Schlaf können unter anderem Hunger, Sättigung und Essverhalten beeinflussen. Bei vielen Menschen begünstigt Stress Heißhunger, emotionales Essen oder unregelmäßige Mahlzeiten. Gleichzeitig kann Schlafmangel dazu beitragen, dass es schwerer fällt, ein Kaloriendefizit langfristig einzuhalten.

Auch biologische Faktoren spielen eine Rolle. Chronischer Stress kann mit einem erhöhten Cortisolspiegel einhergehen. Übergewicht oder Bauchfett lassen sich jedoch nicht allein dadurch erklären, sondern entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

4 Tipps für den Umgang mit Stress beim Abnehmen

1. Auf ausreichend und regelmäßigen Schlaf achten

Ein regelmäßiger Schlafrhythmus mit festen Schlafenszeiten kann die Schlafqualität unterstützen und dabei helfen, Hunger- und Sättigungssignale besser zu regulieren.

2. Stress frühzeitig wahrnehmen

Wer typische Stressauslöser kennt, kann häufig früher gegensteuern. Dabei kann es helfen, belastende Situationen und die eigenen Reaktionen darauf bewusst zu beobachten.

3. Entspannung fest einplanen

Yoga, Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung können helfen, bewusste Erholungsphasen in den Alltag zu integrieren.

4. Emotionale Auslöser für Essen erkennen und Unterstützung annehmen

Manche Menschen essen nicht aus körperlichem Hunger, sondern aus Frust, Langeweile oder Stress. Ein Ernährungs- oder Verhaltenstagebuch kann helfen, solche Muster besser zu erkennen. Wenn emotionale Essmuster stark belasten oder immer wieder zu Rückschlägen führen, können psychologische oder psychotherapeutische Unterstützungsangebote hilfreich sein.

Führt Cortisol zu Bauchfett?

Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel wird mit Veränderungen des Fettstoffwechsels in Verbindung gebracht. Die Entstehung von Bauchfett lässt sich jedoch nicht allein durch Cortisol erklären. Auch Ernährung, Bewegung, Schlaf, Medikamente und genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Für eine Zunahme von Körperfett ist jedoch entscheidend, dass mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird.

Kann ein Ernährungstagebuch beim Abnehmen unterstützen?

Ja. Wer für einige Tage dokumentiert, was, wann und warum gegessen wird, erkennt häufig Muster wie stress-, emotions- oder situationsbedingtes Essen. Diese Erkenntnisse können helfen, langfristig Veränderungen vorzunehmen.

Wann kann eine medikamentöse Unterstützung bei einer Gewichtsabnahme sinnvoll sein?

Eine medikamentöse Therapie zur Gewichtsreduktion kann bei Menschen mit Adipositas oder bei Menschen mit Übergewicht und gewichtsbedingten Begleiterkrankungen infrage kommen. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, sollte individuell ärztlich geprüft werden.

Medikamente können die Gewichtsabnahme unterstützen, ersetzen jedoch keine Veränderungen bei Ernährung, Bewegung und Alltagsgewohnheiten. Leitlinien empfehlen daher, eine medikamentöse Therapie immer in ein ganzheitliches Behandlungskonzept einzubetten.

Welche Medikamente kommen zur Gewichtsreduktion infrage?

In Deutschland stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Gewichtsreduktion zur Verfügung. Derzeit werden vor allem inkretin-basierte Wirkstoffe eingesetzt. Dazu gehören GLP-1-Rezeptor-Agonisten sowie der duale GIP-/GLP-1-Rezeptor-Agonist Tirzepatid.

Diese Wirkstoffe beeinflussen unter anderem Hunger- und Sättigungssignale und können so dabei helfen, die Kalorienzufuhr zu reduzieren. Je nach Wirkstoff und Präparat erfolgt die Anwendung als Injektion unter die Haut oder als Tablette.

Wirkstoff Handelsname Anwendung
Semaglutid Wegovy® 1-mal wöchentlich als Wegovy® Injektion oder täglich als Wegovy® Tablette
Liraglutid Saxenda® 1-mal täglich als Saxenda® Injektion
Tirzepatid Mounjaro® 1-mal wöchentlich als Mounjaro® Injektion
Wichtig
Medikamente zur Gewichtsreduktion nur nach ärztlicher Verordnung anwenden

Medikamente zur Gewichtsreduktion sind verschreibungspflichtig und sollten nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden. Regelmäßige Kontrolltermine können sinnvoll sein, um Wirksamkeit, Verträglichkeit und den weiteren Behandlungsverlauf zu beurteilen.

Warum ist eine langfristige Gewichtsstabilisierung so wichtig?

Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion endet nicht mit dem Erreichen des Zielgewichts. Für viele Menschen stellt das langfristige Halten des reduzierten Gewichts die größere Herausforderung dar.

Langfristig können regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und feste Alltagsgewohnheiten dabei helfen, das reduzierte Gewicht zu stabilisieren. Dabei sind kleinere Gewichtsschwankungen normal, und auch Phasen, in denen sich das Gewicht vorübergehend nicht verändert oder wieder leicht ansteigt, können Teil des langfristigen Verlaufs sein.

Gesund abnehmen bedeutet daher nicht nur, Gewicht zu verlieren, sondern Gewohnheiten zu entwickeln, die sich dauerhaft in den Alltag integrieren lassen. Ziel ist eine langfristige Gewichtsstabilisierung und nicht ein möglichst schneller, kurzfristiger Gewichtsverlust.

Warum gibt es keine „beste Methode“ zum Abnehmen?

Der Gewichtsverlauf wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören unter anderem Alter, Geschlecht, körperliche Aktivität, hormonelle Veränderungen, Medikamente und Vorerkrankungen. Deshalb funktioniert nicht jede Strategie bei allen Menschen gleich gut.

Langfristiger Erfolg entsteht meist dann, wenn Ernährung, Bewegung und Alltagsgewohnheiten zur individuellen Lebenssituation passen und dauerhaft beibehalten werden können.

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Behandlungen

Medikamente

Wirkstoffe

Häufige Fragen

Eine Gewichtsabnahme setzt voraus, dass der Körper über längere Zeit mehr Energie verbraucht, als über Nahrung und Getränke aufgenommen wird. Fachleute sprechen dabei von einem Kaloriendefizit. In diesem Fall greift der Körper auf gespeicherte Energiereserven zurück. Entscheidend ist nicht ein möglichst großes Defizit, sondern ein Ansatz, der sich langfristig umsetzen lässt.

Ja. Eine Gewichtsabnahme ist grundsätzlich auch ohne Sport möglich, wenn über längere Zeit ein Kaloriendefizit erreicht wird. Bewegung bietet jedoch zusätzliche gesundheitliche Vorteile und kann dabei helfen, Muskelmasse zu erhalten sowie das Gewicht langfristig zu stabilisieren.

Viele Abnehmversuche scheitern nicht am fehlenden Wissen, sondern an Strategien, die sich langfristig schwer umsetzen lassen. Nach einer Gewichtsabnahme können zudem biologische Anpassungen auftreten, die das Halten des Gewichts erschweren – beispielsweise durch vermehrten Hunger oder einen niedrigeren Energieverbrauch. Nachhaltiger Erfolg entsteht meist durch Veränderungen, die dauerhaft in den Alltag passen und langfristig beibehalten werden können.

Nein, Wegovy® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.

Du kannst Saxenda® bestellen, wenn dir ein Arzt ein gültiges Rezept ausgestellt hat. Danach ist die Bestellung über eine zertifizierte Versandapotheke möglich.

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