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Eine Abnehmspritze ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas. Adipositas gilt als chronische Erkrankung und ist mit einem erhöhten Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen verbunden.
Die Wirkstoffe werden unter die Haut (subkutan) injiziert und beeinflussen verschiedene Mechanismen im Körper. Dazu gehören das Hungergefühl, das Sättigungsempfinden und die Magenentleerung – mit dem Ziel, die Gewichtsabnahme zu erleichtern.
Die Abnehmspritze kann Menschen mit Adipositas oder Übergewicht dabei unterstützen, langfristig Gewicht zu reduzieren. Wichtig ist jedoch: Abnehmen mit Spritze ersetzt keine dauerhafte Veränderung von Ernährung, Bewegung und Lebensstil.
Adipositas liegt ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr vor. In bestimmten Fällen kann eine medikamentöse Therapie bereits ab einem BMI ≥ 27 in Betracht gezogen werden, wenn gewichtsbedingte Begleiterkrankungen bestehen.
Zur medikamentösen Behandlung von Adipositas kommen GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Semaglutid oder Liraglutid zum Einsatz. Zusätzlich steht mit Tirzepatid ein Wirkstoff zur Verfügung, der sowohl am GLP-1- als auch am GIP-Rezeptor ansetzt.
Klinische Studien¹ belegen die Wirksamkeit inkretin-basierter Therapien zur Gewichtsreduktion. In Abhängigkeit vom eingesetzten Wirkstoff, der Dosis und den begleitenden Lebensstiländerungen wird über einen Zeitraum von etwa 1 Jahr im Durchschnitt eine Gewichtsabnahme von rund 10–20 % des Ausgangsgewichts erreicht, wobei die individuellen Ergebnisse variieren.
Die Behandlung sollte stets ärztlich begleitet werden und ersetzt keine langfristige Veränderung des Lebensstils. Entsprechend empfiehlt die deutsche S3-Leitlinie, die medikamentöse Therapie immer in ein multimodales Behandlungskonzept aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie einzubetten.
Umgangssprachlich wird die Abnehmspritze häufig auch als „Abnehm-Spritze“ bezeichnet.
Sie reduzieren das Hungergefühl, verstärken die Sättigung und verzögern die Magenentleerung. Klinische Studien zeigen über einen Zeitraum von etwa 1 Jahr eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von rund 10–20 % des Ausgangsgewichts, abhängig vom eingesetzten Wirkstoff, der Dosierung und begleitenden Lebensstilmaßnahmen.
Ja. Klinische Studien1,2,3 zu Wirkstoffen wie Semaglutid, Liraglutid und Tirzepatid zeigen, dass Abnehmen mit Spritze bei Menschen mit Adipositas oder Übergewicht zu einer deutlichen Gewichtsreduktion führen kann. Je nach Wirkstoff, Dosis und begleitenden Lebensstilmaßnahmen wurde in Studien durchschnittlich eine Gewichtsreduktion von etwa 10–20 % des Ausgangsgewichts beobachtet.
Um nachhaltig gesund abzunehmen bleiben eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und langfristige Verhaltensänderungen entscheidend.
Übergewicht und Adipositas können mit verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden und Erkrankungen verbunden sein. Dazu zählen unter anderem:
Auch psychische, hormonelle oder orthopädische Faktoren können das Körpergewicht beeinflussen oder gemeinsam mit Übergewicht auftreten. Dazu gehören beispielsweise:
Eine Gewichtsreduktion kann deshalb je nach individueller Situation medizinisch sinnvoll sein und sollte langfristig in ein ärztlich begleitetes Gesamtkonzept eingebettet werden.
Eine Behandlung mit einer Abnehmspritze kommt bei entsprechender medizinischer Indikation infrage, insbesondere bei Adipositas oder Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen, wenn alleinige Lebensstilmaßnahmen nicht ausreichend wirksam sind. Ob das Abnehmen mit Spritze infrage kommt, entscheidet immer die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt nach individueller Prüfung. Dabei werden unter anderem der BMI, mögliche Vorerkrankungen und Begleiterkrankungen, bisherige Abnehmversuche sowie persönliche Risikofaktoren berücksichtigt.
Studien deuten darauf hin, dass inkretin-basierte Therapien das Risiko für die Entwicklung eines Diabetes Typ 2 senken können – insbesondere bei Menschen mit Prädiabetes.
Dieser Effekt beruht auf mehreren Mechanismen: Neben einer verbesserten Blutzuckerregulation tragen vor allem die Gewichtsreduktion und der damit verbundene Verlust von Körperfett, primär viszeralem Fett, zu einer verbesserten Insulinempfindlichkeit bei.
Abnehmspritzen ersetzen jedoch keine gezielte Diabetesprävention, sondern sind Teil eines umfassenden therapeutischen Gesamtkonzepts aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapeutischen Maßnahmen.
Neben der Gewichtsreduktion zeigen Studien1,2,3 Hinweise auf positive Effekte auf Blutdruck, Blutfettwerte und andere kardiometabolische Risikofaktoren.
Darüber hinaus gibt es Hinweise auf mögliche Vorteile für weitere gesundheitliche Bereiche, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierengesundheit und bestimmte neurologische Risiken. Einige Effekte scheinen dabei nicht ausschließlich durch den Gewichtsverlust erklärbar zu sein, sondern könnten zusätzlich mit direkten Wirkungen auf Stoffwechsel, Entzündungsprozesse und Gefäßfunktionen zusammenhängen.
Welche Effekte individuell relevant sind, hängt jedoch von Vorerkrankungen, Wirkstoff und Therapieziel ab.
Alle aktuell zugelassenen Abnehmspritzen basieren auf inkretin-basierten Therapien. Sie greifen gezielt in die hormonelle Regulation von Hunger, Sättigung und Blutzucker ein.
Zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas sind derzeit folgende Wirkstoffe zugelassen:
Appetit und Hunger werden unter anderem durch Blutzuckerregulation, hormonelle Signale aus dem Magen-Darm-Trakt sowie das Sättigungszentrum im Gehirn beeinflusst. Inkretin-basierte Therapien setzen hier an, indem sie das Hungergefühl reduzieren, die Sättigung verstärken und die Magenentleerung verzögern.
Emotional oder psychisch bedingtes Essen kann dadurch jedoch nur begrenzt beeinflusst werden.
Die Behandlung mit einer Abnehmspritze ist in der Regel langfristig angelegt. Erste Effekte wie ein vermindertes Hungergefühl oder eine geringere Essmenge treten häufig bereits nach einigen Wochen auf. Der Gewichtsverlust entwickelt sich meist über mehrere Monate hinweg, insbesondere nachdem die individuell passende Dosis erreicht wurde.
Wie lange die Therapie fortgeführt wird und in welcher Dosierung, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt gemeinsam mit Dir. Wichtig zu wissen: Die Wirkung hält nur an, solange das Medikament angewendet wird.
Die Unterschiede sind insgesamt gering. Studien zeigen, dass Frauen bei geringerem Ausgangsgewicht teilweise etwas bessere Ergebnisse erzielen. Insgesamt sprechen jedoch sowohl Frauen als auch Männer vergleichbar gut auf die Therapie an.14
Abnehmspritzen werden verschrieben bei:
Nein. Nicht geeignet ist die Behandlung unter anderem bei Schwangerschaft oder Stillzeit, bestimmten Schilddrüsenerkrankungen (z. B. medullärem Schilddrüsenkarzinom oder MEN-2-Syndrom) sowie schweren Magen-Darm-Erkrankungen. Ob die Therapie infrage kommt, wird immer individuell ärztlich entschieden.
Die Injektion erfolgt subkutan (unter die Haut), meist in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm. Die Anwendungshäufigkeit hängt vom Wirkstoff ab.
Ja. Abnehmspritzen sind darauf ausgelegt, nach ärztlicher Einweisung selbst angewendet zu werden.
Wichtig sind:
Die Medikamente werden im Kühlschrank bei 2–8 °C gelagert, dürfen nicht eingefroren und sollten vor Licht geschützt werden. Genutzte Pens können – je nach Präparat – für einen begrenzten Zeitraum bei Raumtemperatur (max. 30 °C) aufbewahrt werden. Maßgeblich sind die Angaben in der jeweiligen Gebrauchsinformation.
Ernährung und Bewegung sind entscheidend für den langfristigen Erfolg einer Behandlung mit Abnehmspritzen. Empfohlen werden:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt für Erwachsene folgende Zielwerte für körperliche Aktivität an:
Wichtig: Diese Angaben sind Orientierungs- und Zielwerte. Gerade zu Beginn gilt: Jede Bewegung zählt. Auch kurze Spaziergänge und mehr Alltagsbewegung sind sinnvoll. Ziel sollte es jedoch sein, das Bewegungsniveau schrittweise zu steigern und sich langfristig den empfohlenen Umfängen anzunähern.
Ernährung, Bewegung und langfristige Verhaltensänderungen unterstützen die Wirkung der Medikamente und tragen zu einer nachhaltigen Gewichtsreduktion bei.
Sie können außerdem:
Deshalb gelten Abnehmspritzen nicht als alleinige Lösung, sondern als Teil eines umfassenden Behandlungskonzepts.
Inkretin-basierte Wirkstoffe wie Semaglutid, Liraglutid und Tirzepatid werden je nach Arzneimittel für unterschiedliche Anwedungsgebiete eingesetzt. Entscheidend ist deshalb immer die Zulassung des konkreten Präparats – nicht allein der enthaltene Wirkstoff.
Ein gutes Beispiel ist Semaglutid: Ozempic® ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen. Wegovy® enthält ebenfalls Semaglutid, ist jedoch für das Gewichtsmanagement bei Menschen mit Adipositas oder Übergewicht und entsprechenden gesundheitlichen Voraussetzungen zugelassen. Ein Gewichtsverlust kann auch während einer Diabetesbehandlung mit Ozempic auftreten, macht das eingesetzte Diabetesmedikament dadurch aber nicht zu einer zugelassenen Abnehmspritze.
Bei Mounjaro® (Tirzepatid) ist die Situation anders: Das Arzneimittel ist sowohl zur Behandlung von Typ-2-Diabetes als auch – bei entsprechender Indikation – zum Gewichtsmanagement zugelassen. Das jeweilige Therapieziel und die gesundheitliche Situation entscheiden darüber, in welchem Rahmen es eingesetzt wird.
Bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes steht eine individuell geeignete Blutzuckerkontrolle im Vordergrund. Auch andere Diabetesmedikamente müssen berücksichtigt werden; insbesondere in Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen kann das Risiko für Unterzuckerungen steigen. Bei einer Behandlung zum Gewichtsmanagement richtet sich die ärztliche Entscheidung unter anderem nach BMI, gewichtsbedingten Begleiterkrankungen, möglichen Risiken und dem konkret zugelassenen Medikament.
Wie jede medizinische Behandlung können auch Abnehmspritzen Nebenwirkungen haben. Zu den häufigsten zählen:
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt oder bei der Ärztin sind wichtig, um die Behandlung sicher zu gestalten und mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Eine schrittweise Dosiserhöhung kann die Verträglichkeit verbessern.
Sehr selten wurden schwerwiegendere Nebenwirkungen wie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) beobachtet. In präklinischen Tierstudien zeigte sich unter bestimmten GLP-1-Rezeptor-Agonisten zudem ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsentumore. Ein entsprechender Zusammenhang beim Menschen konnte bislang nicht eindeutig nachgewiesen werden, dennoch gelten bestimmte Schilddrüsenerkrankungen als Ausschlusskriterium für die Therapie.
Abnehmspritzen gelten insgesamt als gut verträglich. Die meisten Abnehmspritze-Nebenwirkungen sind vorübergehend und betreffen den Magen-Darm-Trakt, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Schwerwiegende Komplikationen sind selten, machen jedoch eine regelmäßige ärztliche Begleitung und Kontrolle erforderlich.
Für mehrere Wirkstoffe aus der Gruppe der Abnehmspritzen liegen inzwischen Daten aus großen klinischen Studien über Zeiträume von mehreren Jahren vor. Dabei wurden bislang keine neuen oder unerwarteten Sicherheitsprobleme festgestellt.
Bekannte Risiken wie eine seltene Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder Hinweise aus Tierstudien zu bestimmten Schilddrüsenerkrankungen werden weiterhin wissenschaftlich beobachtet und im Rahmen der Arzneimittelsicherheit fortlaufend bewertet.
Sehr langfristige Daten über mehrere Jahrzehnte liegen naturgemäß noch nicht vor, da die Wirkstoffe noch nicht so lange eingesetzt werden.
Aus Vorsichtsgründen gelten bestimmte Vorerkrankungen als Kontraindikationen (medizinische Gründe, die gegen eine Anwendung sprechen). Regelmäßige ärztliche Kontrollen bleiben deshalb wichtig.
Nicht unmittelbar. Mit „Ozempic Face“ werden umgangssprachlich Gesichtsveränderungen wie eingefallenere Wangen oder lockerere Haut bezeichnet, die bei einer deutlichen oder schnellen Gewichtsabnahme auftreten können. Als eigenständige Nebenwirkung von Abnehmspritzen ist das „Ozempic Face“ nicht definiert. Auch ist nicht belegt, dass Wirkstoffe wie Semaglutid gezielt Fett im Gesicht abbauen.
Die Veränderungen hängen wahrscheinlich vor allem mit dem Verlust von Unterhautfettgewebe beim Abnehmen zusammen und können daher auch bei einer Gewichtsabnahme auf anderem Weg auftreten.
Der Name ist zudem etwas irreführend: Ozempic® enthält zwar Semaglutid, ist aber zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen. Für das Gewichtsmanagement steht Semaglutid unter anderem als Wegovy® zur Verfügung.
Mehr dazu erfährst Du im Artikel zum Ozempic® Face.
Unter Abnehmspritzen können Geschmacksveränderungen auftreten. Manche Menschen berichten beispielsweise, dass Lebensmittel anders oder weniger intensiv schmecken. Diese sogenannte Dysgeusie ist beispielsweise bei Wegovy® (Semaglutid) und Saxenda® (Liraglutid) als häufige mögliche Nebenwirkung beschrieben; auch unter Mounjaro® (Tirzepatid) kann sie gelegentlich auftreten. Ein vollständiger Geschmacksverlust (sog. Ageusie) wird in den Fachinformationen der gängigen Abnehmspritzen dagegen nicht als typische Nebenwirkung aufgeführt
Warum inkretin-basierte Medikamente, also die Abnehmspritze, Geschmack beeinflussen können, ist noch nicht vollständig geklärt. Das körpereigene Hormon GLP-1 scheint jedoch auch bei der Verarbeitung von Geschmacksreizen eine Rolle zu spielen. Bei Wegovy® wurden Geschmacksveränderungen vor allem während der Aufdosierungsphase beobachtet.4
Wichtig: Hält die Geschmacksveränderung an, ist sie sehr ausgeprägt oder beeinträchtigt sie Deine Ernährung oder Flüssigkeitsaufnahme, solltest Du Dich an Deine Ärztin oder Deinen Arzt wenden.
Nutzt Du die Abnehmspritze zusammen mit anderen Medikamenten, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Die Abnehmspritze verlangsamt unter anderem die Magenentleerung. Dadurch kann es sein, dass Medikamente, die Du in Tablettenform oder als Flüssigkeit über den Mund aufnimmst (oral), länger brauchen, bis sie ins Blut gelangen und wirken. Vor allem Medikamente, die schnell wirken sollen, können davon betroffen sein.
Wichtig: Aufgrund der verzögerten Magenentleerung kann sich die Aufnahme und Wirkung bestimmter Medikamente verändern. Besprich unbedingt vor Beginn der Behandlung mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt alle Arzneimittel, die Du einnimmst, um Risiken und Wechselwirkungen zu vermeiden.
Wichtig: Keine Kombination der Abnehmspritze mit anderen Abnehmmedikamenten!
„Ozempic Babies“ ist ein umgangssprachlicher Begriff für Schwangerschaften, die während einer Behandlung mit GLP-1-Medikamenten bekannt wurden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Abnehmspritzen die Pille grundsätzlich unwirksam machen.
Bei Semaglutid, dem Wirkstoff von Wegovy® und Ozempic®, wurde bislang keine klinisch relevante Verringerung der Wirkung oraler Verhütungsmittel festgestellt. Eine Behandlung mit Ozempic® in der Schwangerschaft oder Wegovy® in der Schwangerschaft ist dennoch gesondert zu betrachten, da die Medikamente während einer Schwangerschaft nicht angewendet werden sollen.
Bei Tirzepatid (Mounjaro®) ist dagegen besondere Vorsicht geboten: Die Aufnahme der Pille kann insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach einer Dosiserhöhung beeinträchtigt sein. Deshalb wird empfohlen, in diesen Phasen für jeweils vier Wochen zusätzlich mit einem nicht oralen Verhütungsmittel wie Kondomen zu verhüten.
Für Liraglutid (Saxenda®) gibt es wie bei Semaglutid bislang keine Hinweise auf eine klinisch relevante Verringerung der Wirkung der Pille.
Unabhängig vom Wirkstoff gilt: Erbrechen oder starker Durchfall können die Aufnahme der Pille beeinträchtigen. Beachte in diesem Fall die Hinweise für Deine Pille und besprich Unsicherheiten mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.
Auch unabhängig von möglichen Wechselwirkungen mit Verhütungsmitteln gelten für Abnehmspritzen in der Schwangerschaft besondere medizinische Empfehlungen, die vom jeweiligen Wirkstoff abhängen.
Nicht nur Medikamente, auch einige Deiner Alltagsgewohnheiten können die Wirkung der Abnehmspritze beeinflussen und Wechselwirkungen hervorrufen. Die wichtigsten haben wir für Dich hier zusammengestellt:
Alkohol kann den Blutzuckerspiegel beeinflussen und das Risiko für Unterzuckerung erhöhen. Je nach Getränkewahl kann es auch zu einem Anstieg des Blutzuckers kommen. Wenn überhaupt Alkohol konsumiert wird, sollte dies nur sehr selten und in kleinen Mengen erfolgen – immer in Absprache mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin.
Es gibt bislang keine Studien zu möglichen Wechselwirkungen zwischen der Behandlung mit der Abnehmspritze und dem Rauchen. Dennoch solltest Du bedenken, dass Rauchen Dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Durchblutungsstörungen vergrößert – und das ist bei Übergewicht ohnehin schon höher.
Es existieren noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen dazu, ob es zwischen der Behandlung mit der Abnehmspritze und der Anwendung von Cannabis zu Wechselwirkungen kommt. Es ist aber möglich, dass Du bei zeitgleicher Anwendung die Nebenwirkungen beider Substanzen spürst. Wird etwa Dein Hunger stark angekurbelt, wenn Du Cannabis konsumierst, kann sich das negativ auf die gewünschte Gewichtsabnahme auswirken.
Regelmäßige Bewegung kann die Gewichtsreduktion unterstützen und sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit und Muskelmasse auswirken.
Unter Abnehmspritzen treten Unterzuckerungen bei Menschen ohne Typ-2-Diabetes in der Regel nicht auf. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes kann das Risiko erhöht sein, wenn zusätzlich blutzuckersenkende Medikamente wie Insulin oder Sulfonylharnstoffe angewendet werden.
Bei Unsicherheiten kann es sinnvoll sein, Bewegung und Therapie mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abzustimmen.
Zeigen sich innerhalb von etwa 12–16 Wochen trotz korrekter Anwendung keine relevanten Fortschritte, sollte die Therapie gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt überprüft werden. Dabei kann geschaut werden, ob die Dosis angepasst, Anwendungsfehler ausgeschlossen oder begleitende Maßnahmen wie Ernährung und Bewegung optimiert werden sollten.
Bleibt der gewünschte Gewichtsverlust aus, ist eine ärztliche Neubewertung sinnvoll. Je nach Situation kann eine Dosisanpassung, ein Wechsel des Präparats oder eine stärkere Einbindung von Ernährungs- und Bewegungsmaßnahmen helfen.
Nach dem Absetzen der Abnehmspritze lässt die medikamentöse Beeinflussung der Appetitregulation nach. Die hormonellen Signale für Hunger und Sättigung normalisieren sich wieder, sodass viele Betroffene erneut ein stärkeres Hungergefühl verspüren. In der Folge kann es zu einer Gewichtszunahme kommen, insbesondere wenn keine begleitenden Lebensstilmaßnahmen fortgeführt werden.
Hilfreich sind eine strukturierte Ernährungsumstellung, regelmäßige Bewegung sowie verhaltenstherapeutische Strategien, die dabei unterstützen, neue Ess- und Bewegungsgewohnheiten langfristig beizubehalten.
Neben den bereits zugelassenen Präparaten wird intensiv an neuen medikamentösen Ansätzen zur Behandlung von Adipositas geforscht.
Ja. In der Adipositasforschung werden neue Wirkstoffe entwickelt, die über die bisherigen GLP-1- und GIP-Mechanismen hinausgehen.
Ein Beispiel ist Retatrutid, ein Triple-Agonist, der zusätzlich am Glukagon-Rezeptor wirkt. Durch die Aktivierung mehrerer hormoneller Signalwege sollen neben Appetit und Sättigung auch Energieverbrauch und Fettstoffwechsel stärker beeinflusst werden.
Auch CagriSema wird derzeit untersucht. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Semaglutid und dem Amylin-Analogon Cagrilintid, die unter anderem Sättigung und Gewichtsreduktion zusätzlich beeinflussen soll.
Beide Wirkstoffe befinden sich aktuell noch in der klinischen Entwicklung und sind derzeit nicht zugelassen.
Ja. Auch bereits zugelassene Wirkstoffe wie Tirzepatid werden weiter erforscht. Im Fokus stehen optimierte Dosierungsschemata sowie Kombinationen mehrerer Hormone, um Wirksamkeit und Verträglichkeit weiter zu verbessern.
Nein. Obwohl erste Studien vielversprechende Effekte auf die Gewichtsreduktion zeigen, befinden sich diese Wirkstoffe noch in der klinischen Entwicklung. Sie sind derzeit nicht zugelassen und stehen außerhalb von Studien nicht zur Verfügung.
Die Kosten für Abnehmspritzen unterscheiden sich je nach Wirkstoff, Dosierung und Anbieter.
Je nach Präparat können monatliche Abnehmspritze-Kosten im höheren zweistelligen bis dreistelligen Bereich entstehen.
Abnehmspritzen wie Wegovy®, Mounjaro® oder Saxenda® werden in Deutschland von gesetzlichen Krankenkassen derzeit meist nicht übernommen, wenn sie zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden.
Private Krankenversicherungen können die Kosten je nach Tarif, Versicherungsvertrag und medizinischer Begründung teilweise oder vollständig erstatten. Häufig ist dafür eine vorherige Kostenanfrage oder ärztliche Stellungnahme erforderlich.
Der Grund ist nicht eine fehlende medizinische Wirksamkeit, sondern eine rechtliche Einordnung als Lifestyle-Arzneimittel gemäß Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
Auf politischer Ebene wird jedoch diskutiert, ob sich diese Einordnung künftig ändern sollte.
Private Krankenversicherungen können die Kosten übernehmen, allerdings nicht automatisch. Ob und in welchem Umfang eine Erstattung erfolgt, hängt vom individuellen Tarif, der medizinischen Indikation und den Vertragsbedingungen ab. Versicherte sollten vor Beginn der Therapie eine schriftliche Kostenklärung mit ihrer PKV vornehmen.
Die Kosten einer Abnehmspritze unterscheiden sich je nach Wirkstoff, Dosierung und Anbieter. Der konkrete Abnehmspritze-Preis kann daher je nach Präparat und Behandlungsverlauf variieren.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Medikamente wie Wegovy®, Mounjaro® oder Saxenda® bei einer Anwendung zur Gewichtsreduktion derzeit nicht. Private Krankenversicherungen können Abnehmspritze-Kosten je nach Tarif und medizinischer Indikation teilweise übernehmen.
Da die Preise je nach Präparat und Anbieter variieren können, sollte vor Beginn der Behandlung eine individuelle Beratung erfolgen.
Wichtig: Abnehmspritzen sind verschreibungspflichtig und sollten ausschließlich nach ärztlicher Beratung angewendet werden.
Abnehmspritzen sind in Deutschland verschreibungspflichtige Arzneimittel. Sie dürfen ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und über zugelassene Apotheken bezogen werden – entweder vor Ort oder über seriöse, zugelassene Online-Apotheken. Entscheidend ist, dass vor der Abgabe des Medikaments eine ärztliche Prüfung stattfindet, ein Rezept ausgestellt wird und das Arzneimittel anschließend über eine zugelassene Apotheke abgegeben wird.
Wenn ein Anbieter Dir eine verschreibungspflichtige Abnehmspritze ohne ärztliche Verordnung verkaufen oder zusenden möchte, ist das ein Warnsignal. Von nicht zugelassenen oder nicht überprüfbaren Bezugsquellen solltest Du Abstand nehmen.
Bei solchen Angeboten lässt sich nicht zuverlässig beurteilen, ob es sich um ein zugelassenes Originalpräparat handelt und ob das Arzneimittel korrekt transportiert und gelagert wurde. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat in Deutschland bereits über gefälschte Ozempic®-Pens informiert, bei denen in Untersuchungen Insulin statt Semaglutid nachgewiesen wurde. Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) warnt vor illegal angebotenen inkretin-basierten Medikamenten mit Semaglutid, Liraglutid oder Tirzepatid, insbesondere aus nicht überprüfbaren Online-Quellen. Fälschungen können beispielsweise eine falsche Wirkstoffmenge, einen anderen als den angegebenen Wirkstoff oder keinen erwarteten Wirkstoff enthalten.
Kommt Dir ein Produkt oder die Bezugsquelle verdächtig vor, solltest Du das Medikament nicht anwenden. Wende Dich im Zweifel an eine Apotheke, um die Packung prüfen zu lassen.
Seriöse Online-Apotheken verfügen über:
Listen zugelassener Versandapotheken finden sich auf offiziellen Seiten, etwa beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Mithilfe eines Fertigpens spritzt Du Dir den Wirkstoff der Abnehmspritze unter die Haut. Damit Dein Körper sich langsam an den Wirkstoff gewöhnen kann und Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Verdauungsprobleme potenziell minimiert werden, wird die Dosis schrittweise erhöht. Die genaue Dosierung und das Einnahmeschema legt Deine behandelnde Ärztin oder Dein behandelnder Arzt individuell für Dich fest.
So sehen die Dosierungsschemata für die gängigen Abnehmspritzen aus:
Die Abnehmspritze wirkt systemisch auf Hunger, Sättigung und Stoffwechsel und dient der Behandlung von Übergewicht und Adipositas.
Sie wird lokal injiziert, um kleine Fettdepots zu reduzieren, und eignet sich nicht zur allgemeinen Gewichtsabnahme.
Abnehmspritzen sind nicht für jeden geeignet. Wenn unerwünschte Nebenwirkungen auftreten oder über einen längeren Zeitraum anhalten, wenn Du bestimmte Vorerkrankungen hast oder wenn Du durch die Abnehmspritze nicht wie erhofft abnimmst, gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten.
Welche für Dich am besten geeignet ist, besprichst Du am besten mit Deiner behandelnden Ärztin oder Deinem behandelnden Arzt.
Neben inkretin-basierten Medikamenten gibt es weitere Arzneimittel, die zur Gewichtsreduktion bei Adipositas eingesetzt werden können. Dazu zählen unter anderem Lipasehemmer wie Orlistat, die die Fettverdauung im Darm hemmen und dadurch die Aufnahme eines Teils der Nahrungsfette reduzieren.
Bariatrische Eingriffe (also Eingriffe aus der Adipositaschirurgie) werden mit dem Ziel durchgeführt, den Magen, den Darm oder beide zu verändern, um eine Gewichtsabnahme herbeizuführen. Die häufigsten Eingriffe sind
In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Operation ab einem BMI von 40 oder – wenn bereits schwere Erkrankungen vorliegen – ab einem BMI von 35.
Abnehmspritzen gehören laut Studien1,2 zu den wirksamsten medikamentösen Therapien bei Übergewicht und Adipositas. Klinische Untersuchungen zeigen im Durchschnitt eine Gewichtsreduktion von etwa 10–20 % des Ausgangsgewichts – abhängig von Wirkstoff, Dosis und Lebensstilmaßnahmen. Für einen nachhaltigen Erfolg sind eine kalorienbewusste Ernährung, Bewegung und Verhaltensstrategien entscheidend.
Abnehmspritzen enthalten Wirkstoffe aus der Gruppe der inkretin-basierten Therapien. Dazu zählen:
Abnehmspritzen enthalten Wirkstoffe aus der Gruppe der inkretin-basierten Therapien. Dazu zählen:
Nein. Abnehmspritzen werden vor allem Menschen verschrieben mit:
Von der Anwendung wird abgeraten bei:
Die Eignung sollte immer ärztlich individuell geprüft werden.
Nein. Abnehmspritzen werden vor allem Menschen verschrieben mit:
Von der Anwendung wird abgeraten bei:
Die Eignung sollte immer ärztlich individuell geprüft werden.
Abnehmspritzen gehören laut Studien1,2,3 zu den wirksamsten medikamentösen Therapien bei Adipositas.
Klinische Untersuchungen zeigen im Durchschnitt eine Gewichtsreduktion von etwa 10–20 % des Ausgangsgewichts – abhängig von Wirkstoff, Dosis und Lebensstilmaßnahmen.
Für einen nachhaltigen Erfolg sind eine kalorienbewusste Ernährung, Bewegung und Verhaltensstrategien entscheidend.
Abnehmspritzen gehören laut Studien1,2,3 zu den wirksamsten medikamentösen Therapien bei Adipositas.
Klinische Untersuchungen zeigen im Durchschnitt eine Gewichtsreduktion von etwa 10–20 % des Ausgangsgewichts – abhängig von Wirkstoff, Dosis und Lebensstilmaßnahmen.
Für einen nachhaltigen Erfolg sind eine kalorienbewusste Ernährung, Bewegung und Verhaltensstrategien entscheidend.
Neben der Gewichtsreduktion zeigen Studien¹˒²˒³ Hinweise auf positive Effekte auf Blutdruck, Blutfettwerte und andere kardiometabolische Risikofaktoren.
Darüber hinaus gibt es Hinweise auf mögliche Vorteile für weitere gesundheitliche Bereiche, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierengesundheit und bestimmte neurologische Risiken.
Einige Effekte scheinen dabei nicht ausschließlich durch den Gewichtsverlust erklärbar zu sein, sondern könnten zusätzlich mit direkten Wirkungen auf Stoffwechsel, Entzündungsprozesse und Gefäßfunktionen zusammenhängen.
Welche Effekte individuell relevant sind, hängt jedoch von Vorerkrankungen, Wirkstoff und Therapieziel ab.
Neben der Gewichtsreduktion zeigen Studien¹˒²˒³ Hinweise auf positive Effekte auf Blutdruck, Blutfettwerte und andere kardiometabolische Risikofaktoren.
Darüber hinaus gibt es Hinweise auf mögliche Vorteile für weitere gesundheitliche Bereiche, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierengesundheit und bestimmte neurologische Risiken.
Einige Effekte scheinen dabei nicht ausschließlich durch den Gewichtsverlust erklärbar zu sein, sondern könnten zusätzlich mit direkten Wirkungen auf Stoffwechsel, Entzündungsprozesse und Gefäßfunktionen zusammenhängen.
Welche Effekte individuell relevant sind, hängt jedoch von Vorerkrankungen, Wirkstoff und Therapieziel ab.
Häufig sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, vor allem zu Beginn der Therapie. Diese klingen meist nach einiger Zeit ab.
Seltenere, aber ernsthafte Nebenwirkungen sind:
Bei anhaltenden Beschwerden sollte ärztlich die Dosis überprüft oder das Präparat gewechselt werden.
Häufig sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, vor allem zu Beginn der Therapie. Diese klingen meist nach einiger Zeit ab.
Seltenere, aber ernsthafte Nebenwirkungen sind:
Bei anhaltenden Beschwerden sollte ärztlich die Dosis überprüft oder das Präparat gewechselt werden.
Ja, Abnehmspritzen werden subkutan (unter die Haut) verabreicht, meist in den Bauch, Oberschenkel oder Oberarm. Je nach Präparat:
Wichtig sind:
Vor der Anwendung sollten die Herstellerangaben und der Beipackzettel sorgfältig gelesen werden. Viele Hersteller stellen zusätzlich Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder Anwendungsvideos zur Verfügung.
Ja, Abnehmspritzen werden subkutan (unter die Haut) verabreicht, meist in den Bauch, Oberschenkel oder Oberarm. Je nach Präparat:
Wichtig sind:
Vor der Anwendung sollten die Herstellerangaben und der Beipackzettel sorgfältig gelesen werden. Viele Hersteller stellen zusätzlich Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder Anwendungsvideos zur Verfügung.
Nein, Wegovy® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.
Nein, Wegovy® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.
Ja, Wegovy® Pille kaufen kannst Du nur mit einem ärztlichen Rezept. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann ausschließlich mit einer gültigen Verordnung in der Apotheke erworben werden.
Ja, Wegovy® Pille kaufen kannst Du nur mit einem ärztlichen Rezept. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann ausschließlich mit einer gültigen Verordnung in der Apotheke erworben werden.
Ja, Du kannst Saxenda® online bestellen, sofern Dir ein gültiges Rezept vorliegt. Der Versand erfolgt über anerkannte Online-Apotheken direkt zu Dir nach Hause.
Ja, Du kannst Saxenda® online bestellen, sofern Dir ein gültiges Rezept vorliegt. Der Versand erfolgt über anerkannte Online-Apotheken direkt zu Dir nach Hause.