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Ozempic®: Wirkung, Anwendung, Nebenwirkungen und Kosten im Überblick

Ozempic® – Einsatz bei Typ-2-Diabetes und Wirkung des GLP-1-Rezeptor-Agonisten im Überblick

Geschrieben von
GoLighter Redaktion
Letzte Änderung
28.05.2026
Lesezeit
5
min
Das Wichtigste in Kürze
  • Ozempic® ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes.
  • Es enthält den Wirkstoff Semaglutid und gehört zur Gruppe der GLP-1-Rezeptor-Agonisten.
  • Die Anwendung erfolgt einmal wöchentlich per Injektion.
  • Häufige Ozempic® Nebenwirkungen sind Übelkeit und Verdauungsprobleme.
  • Bei entsprechender medizinischer Indikation können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.
  • In Deutschland ist Ozempic® nur mit ärztlichem Rezept erhältlich.
  • Ozempic® ist nicht zur Gewichtsreduktion zugelassen.
Ozempic® Pen liegt auf grünem Hintergrund und zeigt medikamentöse Unterstützung bei Typ-2-Diabetes
Wichtiger Hinweis zu Ozempic®

Ozempic® ist in Deutschland ausschließlich zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Es darf nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden. Die Anwendung von Ozempic® zur Gewichtsreduktion gehört nicht zu den zugelassenen Indikationen. Der folgende Artikel dient der medizinischen Aufklärung. Wende Dich bei Fragen zur Behandlung immer an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.

Du bist auf der Suche nach medikamentöser Unterstützung bei der Behandlung von Übergewicht? Hier findest Du hilfreiche Informationen zu Wegovy®.

Was ist Ozempic® und wofür wird es in Deutschland verwendet?

Ozempic® ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptor-Agonisten und wird zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes eingesetzt.

Die Anwendung kann erfolgen, wenn die Blutzuckerwerte nicht ausreichend eingestellt sind. Ozempic® kann dabei sowohl allein (z. B. wenn Metformin nicht geeignet ist) als auch in Kombination mit anderen Diabetesmedikamenten eingesetzt werden.

Die Anwendung erfolgt immer ergänzend zu:

  • einer angepassten Ernährung
  • regelmäßiger Bewegung
  • einer individuell abgestimmten Diabetesbehandlung durch ärztliche Betreuung und ggf. weitere Medikamente

In Deutschland ist Ozempic® verschreibungspflichtig und nur über Apotheken erhältlich.

Ist Ozempic® ein Insulin?

Nein, Ozempic® ist kein Insulin, sondern ein GLP-1-Rezeptor-Agonist.

Wann wird Ozempic® von der Krankenkasse übernommen?

Ozempic® wird von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, wenn ein unzureichend kontrollierter Typ-2-Diabetes vorliegt und das Medikament indikationsgerecht ärztlich verordnet wird.

Darf Ozempic® off-label verschrieben werden?

Eine Off-Label-Verordnung ist nur unter strengen rechtlichen Voraussetzungen in Einzelfällen möglich und liegt im Ermessen der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes.

Ozempic® Wirkung – wie Semaglutid im Körper funktioniert

Die Ozempic® Wirkung basiert auf dem Wirkstoff Semaglutid, der das körpereigene Hormon GLP-1 nachahmt.

Dadurch beeinflusst Ozempic® den Blutzucker auf mehreren Ebenen:

  • Erhöhung der Insulinausschüttung bei erhöhtem Blutzucker
  • Hemmung der Glucagonfreisetzung
  • Verzögerung der Magenentleerung

Mögliches Ergebnis:

  • stabilerer Blutzucker
  • Senkung des HbA1c-Werts
Wann tritt die Wirkung von Ozempic® ein?

Erste Effekte auf den Blutzucker können innerhalb der ersten Wochen auftreten. Die volle therapeutische Wirkung zeigt sich meist nach mehreren Wochen, insbesondere nach Erreichen der individuell wirksamen Erhaltungsdosis.

Ozempic® Anwendung – Dosierung und Injektion erklärt

Die Ozempic® Anwendung erfolgt 1-mal wöchentlich als subkutane Injektion (unter die Haut).

Typische Injektionsstellen:

  • Bauch
  • Oberschenkel
  • Oberarm

Dosierung von Ozempic®

  • Start: 0,25 mg 1× wöchentlich
  • Standard: 0,5 mg 1× wöchentlich
  • Steigerung: bis 1 mg oder 2 mg möglich
  • Maximum: 2 mg pro Woche

Die genaue Dosis wird individuell ärztlich festgelegt.

Wie lange wird Ozempic® angewendet?

Ozempic® ist in der Regel als langfristige Therapie vorgesehen. Dauer und Anpassung richten sich nach Blutzuckerkontrolle, Verträglichkeit und individuellem Therapieziel.

Was passiert beim Absetzen von Ozempic®?

Wird Ozempic® abgesetzt, kann sich der Blutzuckerspiegel wieder erhöhen. Änderungen der Therapie sollten daher nur in ärztlicher Abstimmung erfolgen.

Ozempic® Injektion vergessen – was tun?

Eine vergessene Dosis kann innerhalb von 5 Tagen nachgeholt werden. Anschließend kann der ursprüngliche Wochentag beibehalten werden. Sind mehr als 5 Tage vergangen, sollte die Dosis ausgelassen und die nächste Injektion am regulären Spritztag erfolgen. Eine Änderung des festen Wochentags ist möglich, sofern zwischen zwei Injektionen mindestens 48 Stunden liegen.

Ozempic® Nebenwirkungen – häufige und seltene Risiken

Wie jedes Medikament kann auch Ozempic® Nebenwirkungen verursachen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Komplikationen bei diabetischer Augenerkrankung (Retinopathie)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Entzündete Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis)

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

  • Schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion, Angioödem)

Weitere Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie) bei Anwendung dieses Arzneimittels zusammen mit einem Arzneimittel, das Sulfonylharnstoff oder Insulin enthält. 

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Erbrechen
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie) bei Anwendung dieses Arzneimittels zusammen mit oralen Diabetesarzneimitteln außer Sulfonylharnstoff oder Insulin.
  • Verdauungsstörungen
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Sodbrennen
  • Magenschmerzen
  • aufgeblähter Bauch
  • Verstopfung
  • Gallensteine
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • geringerer Appetit
  • Blähungen (Flatulenzen)
  • Erhöhung von Pankreasenzymen (wie Lipase und Amylase)
  • Kopfschmerzen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Änderungen des Geschmacksempfindens
  • schneller Puls
  • Reaktionen an der Injektionsstelle – wie z. B. Blutergüsse, Schmerzen, Hautreizung, Jucken und Hautausschlag
  • Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Jucken oder Nesselsucht
  • Verzögerung der Magenentleerung

Magen-Darm-Beschwerden können insbesondere zu Beginn der Behandlung auftreten und klingen bei den meisten Patientinnen und Patienten im Verlauf der Therapie wieder ab.

Wichtig! Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Hinweis: Diese Übersicht ersetzt nicht die vollständigen Angaben in der Packungsbeilage. Für eine vollständige Auflistung aller möglichen Nebenwirkungen und Hinweise zur Anwendung sollte immer der Beipackzettel beachtet werden.

Wann treten Nebenwirkungen auf?

Oft treten Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung auf oder bei einer Erhöhung der Dosis.

Gehen Nebenwirkungen wieder weg?

Viele Nebenwirkungen – insbesondere Magen-Darm-Beschwerden – treten vor allem zu Beginn der Behandlung oder bei einer Dosissteigerung auf und können im Verlauf nachlassen, wenn sich der Körper an den Wirkstoff gewöhnt.

Schwerwiegendere Nebenwirkungen sind dagegen selten, sollten aber immer ärztlich abgeklärt werden. In solchen Fällen kann es notwendig sein, die Behandlung anzupassen oder zu beenden.

Gibt es Gegenanzeigen oder Wechselwirkungen bei Ozempic®?

Ja. Ob Ozempic® geeignet ist, hängt von individuellen Faktoren ab – beispielsweise von bestehenden Vorerkrankungen oder der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente.

Daher sollte die Behandlung immer ärztlich geprüft und begleitet werden. Weitere Informationen findest Du im Beipackzettel.

Ozempic® Kosten – Preis und Erstattung in Deutschland

Die Ozempic® Kosten hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Dosis
  • Versicherung (gesetzlich oder privat)

In Deutschland gilt:

  • Gesetzlich Versicherte: Kostenübernahme möglich (bei Indikation)
  • Privatversicherte: abhängig vom Tarif

Ozempic® ist ausschließlich mit ärztlichem Rezept erhältlich.

Ist Ozempic® ohne Rezept erhältlich?

Nein. Ozempic® ist in Deutschland verschreibungspflichtig.

Eine Abgabe erfolgt nur über:

  • Apotheken
  • zugelassene Versandapotheken
Zahlt die Krankenkasse Ozempic® immer?

Nur bei medizinischer Indikation.

Ozempic® vs. andere Medikamente (z. B. Wegovy®)

Merkmal Ozempic® Wegovy®
Wirkstoff Semaglutid Semaglutid
Anwendung 1× wöchentlich 1× wöchentlich
Zulassung Typ-2-Diabetes Adipositas

Wichtig: Ozempic® ist nicht zur Gewichtsreduktion zugelassen.

Welche zugelassenen Medikamente gibt es zur Behandlung von Adipositas?

Für die Behandlung von Übergewicht und Adipositas stehen in Deutschland zugelassene Medikamente zur Verfügung:

  • Wegovy®
  • Saxenda®
  • Mounjaro®

Welche Therapie im Einzelfall geeignet ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung von BMI, Begleiterkrankungen und individuellem Gesundheitszustand.

Alle Artikel zu Ozempic®

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Häufige Fragen

Ozempic® ist nicht zur Gewichtsreduktion zugelassen. Wenn bei Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes unter der Behandlung eine Gewichtsveränderung auftritt, ist dies ein individueller Nebeneffekt.

Da Ozempic® nicht für die Gewichtsreduktion zugelassen ist, existieren keine spezifisch dafür definierten Nebenwirkungsprofile. Die allgemeinen Nebenwirkungen bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes umfassen u. a.:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Verringerter Appetit

In seltenen Fällen: Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Gallensteine.

Der Wirkstoff Semaglutid gehört zur Klasse der GLP-1-Rezeptor-Agonisten und wirkt bei Typ-2-Diabetes auf mehreren Ebenen:

  • Er erhöht die Insulinausschüttung nach Mahlzeiten
  • Er verlangsamt die Magenentleerung, wodurch Blutzuckerspitzen abgeflacht werden
  • Er hemmt die Glucagonfreisetzung, was den Blutzucker zusätzlich senkt

Diese Effekte führen bei manchen Menschen auch zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme, was sich indirekt auf das Körpergewicht auswirken kann. Für die Behandlung von Adipositas ist jedoch ein anderes Medikament mit demselben Wirkstoff zugelassen: Wegovy® (Semaglutid) – im Gegensatz zu Ozempic®, das ausschließlich für die Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen ist.

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  2. 2Marso, S. P., Bain, S. C., Consoli, A., Eliaschewitz, F. G., Jódar, E., Leiter, L. A., Lingvay, I., Rosenstock, J., Seufert, J., Warren, M. L., Woo, V., Hansen, O., Holst, A. G., Pettersson, J., & Vilsbøll, T. (2016). Semaglutide and cardiovascular outcomes in patients with type 2 diabetes. The New England Journal of Medicine, 375(19), 1834–1844. https://doi.org/10.1056/nejmoa1607141 
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  4. Gelbe Liste. (n.d.). Semaglutid – Dosierung, Wirkung, Nebenwirkungen. https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Semaglutid_55565#Dosierung
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  7. Deutscher Ärzteverlag GmbH. (2023, August 21). Adipositastherapie: Erstmals ein wirksames Abnehmmedikament. Deutsches Ärzteblatt. https://www.aerzteblatt.de/archiv/233456/Adipositastherapie-Erstmals-ein-wirksames-Abnehmmedikament 
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  9. Kretschmer, C. (2018, November 2). Neueinführung Ozempic bei Diabetes mellitus Typ 2. Vidal MMI Germany GmbH. https://www.gelbe-liste.de/neue-medikamente/ozempic-diabetes-typ2