Alle Infos zur richtigen Ernährungsweise in Kombination mit Ozempic®

Die richtige Ernährungsweise mit Ozempic®

Braucht es während einer Ozempic® Therapie einen speziellen Ernährungsplan?

Der rezeptpflichtige Arzneistoff — offiziell zur ergänzenden Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen — kann Off-Label adipösen Menschen zur Gewichtsreduktion verschrieben werden. Einen speziellen Diätplan während einer Ozempic® Therapie gibt es zwar nicht. Das Medikament alleine reicht aber nicht aus, um Gewicht zu verlieren und langfristig zu halten. Dafür sind zusätzliche Lebensstiländerungen notwendig, wie eine ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt keine speziellen Diät- und Ernährungsempfehlungen während einer Ozempic® Therapie. 
  • Eine ausgewogene Ernährung kann die Gewichtsabnahme fördern und unangenehmen Nebenwirkungen durch Ozempic® vorbeugen bzw. diese reduzieren. 
  • Bei Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden werden wasserhaltige Lebensmittel mit geringem Fettgehalt (z. B. Suppen, Toast, Zwieback, Kartoffeln) empfohlen.

Welche Lebensmittel sollte ich während einer Ozempic® Behandlung vermeiden?

Nutzt Du Ozempic® zur Gewichtsabnahme, so gibt es bestimmte Lebensmittel, die Du besser meiden solltest. Sie können Nebenwirkungen, die vor allem zu Beginn der Behandlung mit Ozempic® auftreten können (Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen), verstärken.

Der Wirkstoff in Ozempic®, Semaglutid, sorgt unter anderem für eine verlangsamte Verdauung. Es dauert also länger, bis das Essen Magen und Darm verlässt. Gleichzeitig reduziert Semaglutid die Hungersignale, die an das Gehirn gesendet werden. Das Sättigungsgefühl steigt, der Appetit sinkt.

Beides fördert eine reduzierte Kalorienzufuhr, die in der Regel zu einer Gewichtsabnahme führt.

Hochverarbeitete Lebensmittel und Fertigprodukte

Hochverarbeitete Lebensmittel wie Schokolade, Gummibärchen oder Salzgebäck haben häufig einen hohen Salz-, Zucker- und / oder Fettgehalt.

Insbesondere fetthaltiges Essen ist meist schwer verdaulich und kann bereits ohne Ozempic® zu Völlegefühl oder Sodbrennen führen. Bleiben diese Lebensmittel aufgrund einer Behandlung mit Semaglutid noch länger im Magen, werden diese Effekte verstärkt.

Zudem können hochverarbeitete Lebensmittel die Gewichtsreduzierung erschweren. Nahrungsmittel wie Chips, Softdrinks oder Schokolade beispielsweise haben eine hohe Energiedichte (viele Kalorien) in Kombination mit wenig Ballaststoffen und halten daher nicht besonders lange satt.

Viele Menschen konsumieren davon oft mehr als von weniger verarbeiteten Lebensmitteln und geraten so leicht in einen Kalorienüberschuss. Werden dauerhaft mehr Kalorien zugeführt als verbraucht, führt das unweigerlich zu einer Gewichtszunahme.

Alkohol während einer Ozempic® Behandlung

Es gibt keine genauen Richtlinien zum Verzehr von Alkohol während einer Ozempic® Behandlung. Da Alkohol aber ähnlich wie Ozempic® zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann, sollte er mit Vorsicht konsumiert werden. Trinkst Du regelmäßig eine größere Menge Alkohol, besteht zudem ein höheres Risiko für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Zudem enthält Alkohol viele Kalorien und kann den Appetit ankurbeln. Beides kann zu einer Gewichtszunahme führen.

Eine Studie an Ratten hat gezeigt, dass die wöchentliche Anwendung von Semaglutid das Verlangen nach Alkohol bei den Tieren reduzieren konnte.¹ ² Das könnte daran liegen, dass Semaglutid die Stimulierung der Nerven und die Dopaminausschüttung durch Alkohol einschränkt. Bitte beachte: Tierstudien lassen sich nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen, weitere Forschung ist notwendig, um die Theorie zu stützen.

Wie kann eine ausgewogene Ernährung während einer Ozempic® Therapie aussehen?

Zwar gibt es keine spezielle Diät für Personen, die Ozempic® verwenden. Eine ausgewogene Ernährung ist aber grundsätzlich wichtig, um Gewicht zu verlieren und das Wunschgewicht anschließend dauerhaft zu halten. Dazu gehören unter anderem:

  • Mageres Protein, z. B. Fisch, Hähnchen, Bohnen, Quark, Hülsenfrüchte 
  • Vollkornprodukte, z. B. Vollkornbrot, Vollkornpasta, Haferflocken 
  • Gesunde Fette, z. B. Avocado, pflanzliche Öle, Nüsse 
  • Gemüse und Obst: Wichtige Energie- und Ballaststoffquellen, sollten den Hauptteil unserer Ernährung ausmachen 

Eine ausreichende Proteinzufuhr ist besonders wichtig, um unerwünschten Nebenwirkungen wie Haarausfall während einer Therapie mit Ozempic® entgegenzuwirken.

Achtung: Bist Du nicht an den Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln gewöhnt, kann es sein, dass es häufiger zu Blähungen, Verstopfung oder einem losen Stuhlgang kommt. Das kann auch die Nebenwirkungen von Semaglutid verstärken. Stell Deine Ernährung im Idealfall Schritt für Schritt um.

Ozempic® Ernährungsplan 

Im Internet findest Du zahlreiche Ernährungspläne, die angeblich die Gewichtsabnahme während einer Ozempic® Therapie unterstützen. Allerdings gibt es dafür keine offiziellen Richtlinien.

Möchtest Du Deine Ernährung umstellen, dann ist beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine gute Anlaufstelle. Sowohl der „DGE-Ernährungskreis“ als auch die Übersicht „Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE“ bieten wertvolle Orientierungshilfen.

Für einen auf Dich und Deine Bedürfnisse angepassten Ernährungsplan, kontaktiere einen erfahrenen Ernährungsberater / eine erfahrene Ernährungsberaterin oder wende Dich an Deinen behandelnden Arzt / Deine behandelnde Ärztin.

Ernährungsrichtlinien zu Ozempic®

Da die Anwendung von Ozempic® insbesondere in der Anfangsphase mit unangenehmen Nebenwirkungen einhergehen kann, gibt es Empfehlungen, wie Du diesen vorbeugen oder sie reduzieren kannst.

Wann wird Ozempic® verabreicht? 

Ozempic® wird, unabhängig von den Mahlzeiten, zu jeder beliebigen Tageszeit verabreicht.

So kannst Du Nebenwirkungen vorbeugen  

Hast Du Magen-Darm-Beschwerden aufgrund der Anwendung von Ozempic®, solltest Du auf Folgendes bei der Ernährung achten:

  • Iss kleinere Portionen
  • Hör auf zu essen, wenn Du satt bist 
  • Nimm bevorzugt Lebensmittel mit geringem Fettgehalt (wie Knäckebrot, Toast, Reis, Kartoffeln) & viel Wasser (z. B. Suppen) zu Dir
  • Vermeide frittiertes, fettiges, stark gewürztes oder zuckerhaltiges Essen 
  • Trinke ausreichend, vor allem klare oder eiskalte Getränke
  • Wähle ggf. einen anderen Verabreichungszeitpunkt 

Bitte beachte: Nebenwirkungen können vor allem zu Beginn einer Ozempic® Therapie auftreten. Bessern sich Deine Beschwerden im Laufe der Zeit, solltest Du von einer verdauungsschonenden Ernährung auf eine insgesamt ausgewogene Ernährung umsteigen.

Absetzen von Ozempic® - Ernährung 

Wenn Du Ozempic® Off-Label zur Gewichtsreduzierung nutzt, solltest Du nach dem Absetzen des Medikaments weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung achten. Das hilft Dir, Dein Gewicht nach der Gewichtsabnahme langfristig zu halten.

Zusammenfassung

Es gibt keine speziellen Ernährungspläne oder -vorgaben für Personen, die Ozempic® verwenden. Möchtest Du Gewicht verlieren und Dein Wunschgewicht im Anschluss langfristig halten, solltest Du jedoch auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend körperlicher Aktivität achten.

Vor allem Fertigprodukte und Lebensmittel mit viel Salz, Zucker und Fett können Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden verstärken. Ist das bei Dir der Fall, meide diese Lebensmittel, versuche insgesamt kleinere Portionen zu Dir zu nehmen und hör auf zu essen, wenn Du satt bist.

Häufige Fragen

Gibt es spezifische Ernährungsempfehlungen für Personen, die Ozempic® anwenden?

Welche Art von Diät sollte ich befolgen, wenn ich Ozempic® verwende?

Kann Ozempic® in Kombination mit einer bestimmten Diät die Wirksamkeit erhöhen?

Sollte Ozempic® vor oder nach dem Essen injiziert werden?

Gibt es bestimmte Lebensmittel, die ich essen oder vermeiden sollte, während ich Ozempic® verwende?

Wie sollte ich meine Mahlzeiten planen, wenn ich Ozempic® zur Gewichtskontrolle verwende?

Quellenangaben

Links