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Schwanger mit Übergewicht: Was Du wissen solltest

Wie Übergewicht die Fruchtbarkeit und Schwangerschaft beeinflussen kann – und was du konkret beachten solltest

Geschrieben von
GoLighter Redaktion
Letzte Änderung
18.09.2026
Lesezeit
5
Minuten
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Schwangerschaft ist auch mit Übergewicht oder Adipositas möglich.
  • Mit steigendem BMI kann die Fruchtbarkeit abnehmen, eine Empfängnis bleibt jedoch möglich.
  • Übergewicht erhöht statistisch das Risiko für bestimmte Schwangerschaftskomplikationen.
  • Während der Schwangerschaft wird keine Gewichtsabnahme empfohlen – auch nicht bei Übergewicht.
  • Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen die Gesundheit von Mutter und Kind.
  • Eine engmaschige medizinische Betreuung wird bei Übergewicht und Adipositas empfohlen, um mögliche Risiken für Mutter und Kind frühzeitig zu erkennen.
  • Der Kalorienbedarf ist während einer Schwangerschaft nur leicht erhöht – es werden jedoch mehr Vitamine und Mineralstoffe benötigt. 
Eine besorgte Frau blickt auf einen Schwangerschaftstest zum Thema Schwanger mit Übergewicht.

Wie beeinflusst Übergewicht die Fruchtbarkeit?

Auch mit Übergewicht oder Adipositas ist es möglich, schwanger zu werden. Hinsichtlich eines Kinderwunsches bei Übergewicht ist zu beachten, dass die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis innerhalb eines Jahres bereits ab einem BMI von über 25 kg/m² reduziert sein kann.1

Das bedeutet: 

  • Es kann länger dauern, bis eine Schwangerschaft eintritt
  • Der Eisprung kann unregelmäßiger stattfinden
  • Hormonelle Prozesse können beeinflusst sein

Übergewicht kann den Hormonhaushalt beeinflussen und den Eisprung stören. Eine häufige Ursache für ausbleibende oder unregelmäßige Eisprünge ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PMOS, ehemals PCOS), das häufig mit Übergewicht und Insulinresistenz einhergeht.

Eine Schwangerschaft bleibt trotzdem möglich – auch bei höherem BMI.

Was bedeutet das konkret für Dich?

Wenn Du schwanger werden möchtest, kann es sinnvoll sein:

  • Dein Gewicht vor der Schwangerschaft zu reduzieren
  • Deinen Lebensstil gezielt anzupassen
  • medizinische Unterstützung in Anspruch zu nehmen 

Bereits eine moderate Gewichtsreduktion kann die Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern.

Wichtiger Hinweis zur Nährstoffversorgung:

Frauen mit Kinderwunsch wird empfohlen, mindestens vier Wochen vor der Empfängnis und bis zum Ende des ersten Trimesters täglich 400 µg Folsäure und 100–150 µg Jod einzunehmen. Diese Empfehlung gilt unabhängig vom Körpergewicht.

Schwanger mit Übergewicht: Wie viel Gewichtszunahme wird empfohlen?

Je näher der BMI am Normalgewicht liegt, desto geringer sind statistisch gesehen die Risiken für Komplikationen während der Schwangerschaft. Frauen mit einem höheren BMI wird empfohlen, die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft möglichst zu begrenzen

Die empfohlenen Bereiche orientieren sich am Ausgangs-BMI:

  • Normalgewicht (BMI 18,5–24,9): etwa 11,5–16 kg
  • Übergewicht (BMI 25–29,9): etwa 7–11,5 kg
  • Adipositas (BMI ≥30): etwa 5–9 kg

Diese Werte sind Orientierungsbereiche, keine festen Zielvorgaben.

Ist Abnehmen während der Schwangerschaft sinnvoll?

Wie verändert sich der Kalorienbedarf in der Schwangerschaft?

Der Mythos, dass Schwangere für zwei essen müssen, ist falsch. Die Entwicklung des Kindes im Bauch der Mutter erhöht den täglichen Kalorienbedarf nur leicht

  • 1. Trimester: Kein zusätzlicher Kalorienbedarf
  • 2. Trimester: Täglicher Kalorienbedarf um rund 250 kcal erhöht
  • 3. Trimester: Täglicher Kalorienbedarf um rund 500 kcal erhöht

Was bedeutet das konkret für Dich?

  • Der Kalorienbedarf steigt erst im Verlauf der Schwangerschaft spürbar an
  • Die zusätzlichen Mengen entsprechen ungefähr:
    • einem kleinen Snack im 2. Trimester
    • einer etwas größeren Zwischenmahlzeit im 3. Trimester

Entscheidend ist nicht „mehr essen“, sondern bedarfsgerecht essen.

Wie ist das bei Übergewicht oder Adipositas?

Bei Übergewicht oder Adipositas besteht häufig bereits vor der Schwangerschaft ein erhöhter Energieüberschuss.

Das Ziel ist dann nicht, bewusst mehr Kalorien aufzunehmen, sondern die Energiezufuhr an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.

Das bedeutet:

  • keine gezielte Erhöhung der Kalorienzufuhr „aus Prinzip“
  • Fokus auf ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung
  • Orientierung an Hunger- und Sättigungssignalen

Es geht nicht um weniger essen, sondern um eine passende Energiezufuhr.

Wie sollte die Ernährung bei Übergewicht vor und während der Schwangerschaft aussehen?

Eine ausgewogene Ernährung spielt sowohl vor als auch während der Schwangerschaft eine zentrale Rolle.

Ziel ist es, den Körper gut zu versorgen – nicht kurzfristig Gewicht zu verändern.

Welche Ernährung wird grundsätzlich empfohlen?

Unabhängig davon, ob du schwanger werden möchtest oder bereits schwanger bist, gilt:

  • viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte
  • ausreichende Eiweißzufuhr (z. B. Milchprodukte, Eier, Fisch, mageres Fleisch)
  • gesunde Fette aus Nüssen, Pflanzenölen und Fisch

Diese Ernährung unterstützt die Nährstoffversorgung und kann langfristig zur Stabilisierung des Gewichts beitragen.

Was sollte reduziert werden?

  • stark verarbeitete Lebensmittel
  • zuckerhaltige Getränke
  • energiedichte Snacks mit geringer Nährstoffdichte

Ernährung vor der Schwangerschaft: Was ist wichtig?

Vor der Schwangerschaft kann eine moderate Gewichtsreduktion sinnvoll sein.

Das bedeutet:

  • langfristige Anpassung der Ernährung
  • keine kurzfristigen oder extremen Diäten
  • Fokus auf nachhaltige Gewohnheiten

Zusätzlich wird empfohlen:

  • 400 µg Folsäure und 100–150 µg Jod täglich, mindestens 4 Wochen vor der Empfängnis

Was ist während der Schwangerschaft anders?

Während der Schwangerschaft steht nicht die Gewichtsreduktion, sondern die Versorgung des Kindes im Fokus.

Das bedeutet:

  • keine gezielte Gewichtsabnahme
  • keine restriktiven Diäten
  • keine bewusste Erhöhung der Kalorienzufuhr „aus Prinzip“

Der Kalorienbedarf steigt nur leicht, der Bedarf an Nährstoffen jedoch deutlich.

Was sollte zusätzlich beachtet werden?

Bestimmte Lebensmittel sollten während der Schwangerschaft vermieden werden, da sie Infektionen begünstigen können:

  • rohe tierische Produkte (z. B. rohes Fleisch, roher Fisch, Rohmilchprodukte)
  • nicht durchgegarte Eier
  • bestimmte rohe oder nicht ausreichend gewaschene Lebensmittel

Diese Empfehlungen dienen dem Schutz vor Infektionen, die für das ungeborene Kind relevant sein können.

Unterscheidet sich die Ernährung vor und während der Schwangerschaft stark?
Was sollten übergewichtige Schwangere bei Sport und Bewegung beachten?
Warum ist Bewegung sinnvoll?
Was bedeutet das konkret für Dich?
Welche Aktivitäten sind geeignet?
Was sollte vermieden werden?

Welche Risiken bestehen bei Übergewicht in der Schwangerschaft?

Etwa ein Drittel aller Frauen im gebärfähigen Alter ist übergewichtig oder adipös. Daten zeigen, dass eine Schwangerschaft in dieser Gruppe mit gewissen erhöhten Risiken für Mutter und Kind einhergeht. 

Komplikationen, die in Verbindung mit Übergewicht und Adipositas während einer Schwangerscaft auftreten können, betreffen sowohl die Mutter als auch das Kind. 

Adipositas kann zudem mit weiteren chronischen Erkrankungen einhergehen, die im Rahmen einer geplanten Schwangerschaft ebenfalls ärztlich berücksichtigt werden müssen.  

Welche Risiken können für die Mutter auftreten?

Bei Übergewicht oder Adipositas können bestimmte Erkrankungen häufiger auftreten:

  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
  • Bluthochdruck oder Präeklampsie
  • erhöhte Wahrscheinlichkeit für Geburtskomplikationen
  • häufiger Kaiserschnitt

Diese Risiken sind statistisch erhöht, treten aber nicht bei allen Frauen auf.

Welche Risiken können für das Kind bestehen? 

Auch für das Kind können bestimmte Risiken häufiger auftreten:

  • erhöhtes Risiko für Früh- oder Fehlgeburten
  • leicht erhöhtes Risiko für Fehlbildungen (z. B. Neuralrohrdefekte)
  • höheres Geburtsgewicht
  • langfristig erhöhtes Risiko für Übergewicht

Wichtig: Das absolute Risiko bleibt insgesamt niedrig.

Wie sind diese Risiken einzuordnen?

Ein erhöhtes Risiko bedeutet nicht, dass Komplikationen eintreten müssen.

Auch wenn sich ein Risiko statistisch erhöht, bleibt die Wahrscheinlichkeit für viele Komplikationen insgesamt gering. Deshalb ist die individuelle Betreuung entscheidend.

Wie beeinflusst Übergewicht den Verlauf der Schwangerschaft?
Welche gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sind wichtig, wenn man schwanger mit Übergewicht ist?
Schwanger mit Übergewicht: Ab wann sieht man den Bauch?

Behandlungen

Medikamente

Wirkstoffe

Häufige Fragen

Übergewicht oder Adipositas können das Risiko für bestimmte Schwangerschaftskomplikationen erhöhen. Dazu gehören unter anderem Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck (Präeklampsie) sowie Geburtskomplikationen. Auch ein Kaiserschnitt ist statistisch häufiger erforderlich.

Für das Kind können bestimmte Risiken ebenfalls leicht erhöht sein, zum Beispiel für Früh- oder Fehlgeburten oder bestimmte Fehlbildungen.

Wichtig: Ein erhöhtes Risiko bedeutet nicht, dass Komplikationen eintreten müssen.

Viele Frauen mit Übergewicht erleben eine normale Schwangerschaft und bringen gesunde Kinder zur Welt.

Die absolute Wahrscheinlichkeit für schwerwiegende Komplikationen bleibt insgesamt niedrig.

Welche Risiken bestehen, wenn man schwanger mit Übergewicht ist?

Übergewicht oder Adipositas können das Risiko für bestimmte Schwangerschaftskomplikationen erhöhen. Dazu gehören unter anderem Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck (Präeklampsie) sowie Geburtskomplikationen. Auch ein Kaiserschnitt ist statistisch häufiger erforderlich.

Für das Kind können bestimmte Risiken ebenfalls leicht erhöht sein, zum Beispiel für Früh- oder Fehlgeburten oder bestimmte Fehlbildungen.

Wichtig: Ein erhöhtes Risiko bedeutet nicht, dass Komplikationen eintreten müssen.

Viele Frauen mit Übergewicht erleben eine normale Schwangerschaft und bringen gesunde Kinder zur Welt.

Die absolute Wahrscheinlichkeit für schwerwiegende Komplikationen bleibt insgesamt niedrig.

Während der Schwangerschaft wird weder eine gezielte Gewichtsabnahme noch ein bewusstes „mehr Essen“ empfohlen.

Der Energiebedarf steigt nur leicht, der Bedarf an Nährstoffen jedoch deutlich. Entscheidend ist daher eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung.

Orientierung bieten die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

  • viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte
  • tierische Lebensmittel wie Milchprodukte, Eier, Fisch und Fleisch in moderaten Mengen
  • Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel nur gelegentlich

Ziel ist eine bedarfsgerechte Ernährung – nicht eine Reduktion oder Erhöhung der Kalorienmenge.

Zusätzlich wird empfohlen:

  • 400 µg Folsäure täglich ab mindestens vier Wochen vor der Empfängnis bis zum Ende des ersten Trimesters
Wie sollte die Ernährung aussehen, wenn man schwanger mit Übergewicht ist?

Während der Schwangerschaft wird weder eine gezielte Gewichtsabnahme noch ein bewusstes „mehr Essen“ empfohlen.

Der Energiebedarf steigt nur leicht, der Bedarf an Nährstoffen jedoch deutlich. Entscheidend ist daher eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung.

Orientierung bieten die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

  • viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte
  • tierische Lebensmittel wie Milchprodukte, Eier, Fisch und Fleisch in moderaten Mengen
  • Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel nur gelegentlich

Ziel ist eine bedarfsgerechte Ernährung – nicht eine Reduktion oder Erhöhung der Kalorienmenge.

Zusätzlich wird empfohlen:

  • 400 µg Folsäure täglich ab mindestens vier Wochen vor der Empfängnis bis zum Ende des ersten Trimesters

Bei Übergewicht oder Adipositas wird eine engmaschigere medizinische Betreuung empfohlen.

Ziel ist es, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Dazu gehören unter anderem:

  • frühzeitiger Test auf Schwangerschaftsdiabetes
  • regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Gewicht
  • engmaschigere Ultraschalluntersuchungen im späteren Verlauf

Welche Untersuchungen im Einzelfall notwendig sind, hängt von deiner individuellen Situation ab und wird ärztlich festgelegt.

Wann sollten Schwangere mit Übergewicht besonders engmaschig ärztlich betreut werden?

Bei Übergewicht oder Adipositas wird eine engmaschigere medizinische Betreuung empfohlen.

Ziel ist es, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Dazu gehören unter anderem:

  • frühzeitiger Test auf Schwangerschaftsdiabetes
  • regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Gewicht
  • engmaschigere Ultraschalluntersuchungen im späteren Verlauf

Welche Untersuchungen im Einzelfall notwendig sind, hängt von deiner individuellen Situation ab und wird ärztlich festgelegt.

Nein, Wegovy® Tabletten kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.

Kann ich die Wegovy® Tabletten ohne Rezept kaufen?

Nein, Wegovy® Tabletten kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.

Ja, ein Wegovy® Rezept ist zwingend erforderlich, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Nur mit einer ärztlichen Verordnung darf es in Apotheken abgegeben werden – online oder vor Ort.

Brauche ich ein Rezept für Wegovy®?

Ja, ein Wegovy® Rezept ist zwingend erforderlich, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Nur mit einer ärztlichen Verordnung darf es in Apotheken abgegeben werden – online oder vor Ort.

Nein, Mounjaro® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und darf nur mit einer ärztlichen Verordnung in Apotheken abgegeben werden.

Kann ich Mounjaro® ohne Rezept kaufen?

Nein, Mounjaro® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und darf nur mit einer ärztlichen Verordnung in Apotheken abgegeben werden.

  1. 1Deutscher Ärzteverlag GmbH. (n.d.). The risks associated with obesity in pregnancy. Deutsches Ärzteblatt. Retrieved March 27, 2026, from https://di.aerzteblatt.de/int/archive/article/197483
  2. Ernährung in der Schwangerschaft. (n.d.). Gesundheitsportal. Retrieved March 27, 2026, from https://www.gesundheit.gv.at/leben/eltern/schwangerschaft/gesund-schwanger/ernaehrung-schwangerschaft.html
  3. (N.d.). Awmf.org. Retrieved March 27, 2026, from https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-081p_S3_Adipositas-Schwangerschaft_2020_02.pdf
  4. Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ AWMF-Register Nr. 050/001 Klasse: S3. (n.d.). Awmf.org. Retrieved March 24, 2026, from https://register.awmf.org/assets/guidelines/050-001l_S3_Praevention-Therapie-Adipositas_2024-10.pdf