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Max-Planck-Diät: Warum die Crash-Diät wissenschaftlich nicht fundiert ist

Diese risikoreiche Crash-Diät stammt nicht von dem renommierten Max-Planck-Institut.

Geschrieben von
GoLighter Redaktion
Letzte Änderung
01.03.2026
Lesezeit
5
Minuten
Das Wichtigste in Kürze
  • Woher die Max-Planck-Diät stammt, ist unklar.   
  • Da die Ernährung nur für einen Zeitraum von 2 Wochen umgestellt wird, sind keine nachhaltigen Effekte zu erwarten. 
  • Die Max-Planck-Diät basiert auf einem strikt vorgegebenen Ernährungsplan über 14 Tage.
Schüssel mit Salat, gegrilltem Hähnchen, Avocado, halbierten Eiern und Cherrytomaten auf grünem Hintergrund als Symbolbild für die Max-Planck-Diät.

Max-Planck-Diät: Wissenschaftlich nicht fundiert, Ursprung unklar

Die Max-Planck-Diät stammt nicht vom renommierten Max-Planck-Institut. Dieses warnt sogar vor der Diät und betont, dass sie gefährliche Nebenwirkungen haben kann, die bereits zu medizinischen Zwischenfällen geführt haben.2

Es handelt sich um eine Crash-Diät, deren Wirksamkeit und Sicherheit nicht erforscht wurden. Bei Übergewicht und Adipositas rät die Deutsche Adipositas-Gesellschaft von Crash-Diäten ab.1 

Die Wirkversprechen des Diätkonzepts gelten als unseriös:

  • Innerhalb von 14 Tagen sollen angeblich bis zu 9 kg verloren werden.
  • Es wird behauptet, dass es zu positiven Stoffwechselveränderungen kommt, die bis zu 3 Jahre anhalten sollen.
  • Für diese Thesen liegen keine belastbaren Belege vor. Kurzfristige Ernährungsstrategien über wenige Wochen sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht geeignet, nachhaltige gesundheitliche Effekte zu erzielen.

Max-Planck-Diät: Risiken der Crash–Diät

Stattdessen solltest Du beachten, dass die Max-Planck-Diät zahlreiche Risiken birgt: 

  • Zwar kann das Körpergewicht aufgrund der geringen Kalorienzufuhr schnell sinken. Du verlierst vor allem Körpergewicht, das zu einem erheblichen Teil aus Wasserverlust und Muskelabbau besteht. Bei Übergewicht und Adipositas ist ein Verlust von Muskelmasse besonders kritisch, da dadurch Bewegung im Alltag erschwert wird. Zudem kann sich die Blutzuckerregulation verschlechtern und die Funktion des Immunsystems und des Stoffwechsels kann beeinträchtigt werden.1
  • Nach Ende der Diät steigt das Körpergewicht meist schnell wieder an – oft sogar über das ursprüngliche Gewicht hinaus. Der Jo-Jo-Effekt kann den Körperfettanteil weiter erhöhen und gewichtsbedingte Beschwerden verstärken.
  • Der extreme Nahrungsverzicht kann Verdauungsprobleme verursachen und das Hungergefühl verstärken. Dies kann eine übermäßige Kalorienaufnahme nach Abbruch oder Ende der Diät begünstigen.
  • Für Menschen mit beeinträchtigter Nierenfunktion kann die hohe Proteinmenge gefährlich sein.
  • Das Risiko für Nährstoffmangel ist hoch, da der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen nicht gedeckt wird. Je länger Du diese Ernährung befolgst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Konsequenzen.

So ist die Max-Planck-Diät aufgebaut

Die Max-Planck-Diät basiert auf einem strikt vorgegebenen Ernährungsplan über 14 Tage. Eine wissenschaftliche Evidenz für Wirksamkeit oder Nachhaltigkeit dieses Ansatzes liegt nicht vor.

Zentrale Merkmale sind: 

  • Die Kalorienzufuhr wird extrem reduziert – auf rund 800 kcal täglich.
  • Die Max-Planck-Diät ist sehr eiweißhaltig. Dennoch kann der tägliche Proteinbedarf aufgrund der stark reduzierten Nahrungsaufnahme nicht gedeckt werden. In der Folge greift der Körper möglicherweise auf eigene Reserven zurück, was zu Muskelschwund führen kann
  • Die Auswahl an Salat und Gemüse wird stark begrenzt. Erlaubte Sorten dürfen in beliebiger Menge gegessen werden. 
  • Es gibt 2–3 Mahlzeiten pro Tag. Snacks und Zwischenmahlzeiten sind nicht vorgesehen.
  • Alkohol ist untersagt.
  • Der siebentägige Ernährungsplan wird einmal wiederholt. An 4 Tagen pro Woche ist ein Brötchen zum Frühstück erlaubt, ansonsten gibt es nur schwarzer Kaffee oder Tee mit Zitrone. An einem Abend pro Woche ist Naturjoghurt vorgeschrieben, Milchprodukte sind ansonsten nicht vorgesehen.

Diätplan: Diese Lebensmittel sind erlaubt 

Es gibt keine offizielle Definition der Max-Planck-Diät. Verschiedene Quellen machen abweichende Vorgaben und erlauben zum Teil Genussmahlzeiten oder eine größere Menge an Milchprodukten. 

Meist setzt die Max-Planck-Diät auf folgende Lebensmittel

  • Fleisch, Fisch, gekochter Schinken, hartgekochte Eier
  • Spinat, grüner Salat, Sellerie – zum Teil auch weitere Gemüsesorten
  • Obst nach Wahl
  • Joghurt (an einem Abend pro Woche)
  • Brötchen (zum Frühstück, an 4 Tagen pro Woche) 
  • Getränke: Wasser, schwarzer Kaffee, ungesüsster Tee (mit Zitrone)

Nicht vorgesehen sind

  • Getreideprodukte (außer das Frühstücksbrötchen)
  • Kohlenhydratbeilagen, wie Kartoffeln und Reis
  • Süßigkeiten
  • Milchprodukte (außer Joghurt an einem Abend pro Woche)

Um effektiv und langfristig Körperfett zu verlieren, ist keine Variante der Max-Planck-Diät empfehlenswert.

Was beim Abnehmen wirklich zählt

Ein Kaloriendefizit ist zum Abnehmen empfohlen , doch ein extremer Nahrungsverzicht, wie er bei der Max-Planck-Diät praktiziert wird, ist nicht sinnvoll. Eine dauerhafte Umstellung des Lebensstils kann Dir helfen, Dein Wunschgewicht zu erreichen und zu halten. 

Eine negative Energiebilanz von 500–600 kcal täglich wird in Leitlinien empfohlen. Damit erreichen viele Menschen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 0,5 kg pro Woche. 

Um Dein Kaloriendefizit zu erreichen und Deine Gesundheit zu unterstützen, helfen folgende Tipps: 

  • Achte auf eine kalorienreduzierte und ausgewogene Ernährung, mit der Du Dich wohlfühlst. Ballaststoff- und proteinreiche Nahrungsmittel sind besonders wichtig, da sie die Sättigung fördern. Zudem wirken Proteine – in Kombination mit Bewegung – dem Muskelverlust während des Abnehmens entgegen.3
  • Sei körperlich aktiver. Ideal ist eine Mischung aus Kraft- und Ausdauersport. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft empfiehlt 30–60 Minuten Bewegung täglich, idealerweise eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining.1 Gerade zu Beginn des Abnehmvorhabens ist jedoch jede Minute wertvoll. Auch Alltagsbewegung wie Spaziergänge oder Hausarbeit zählt.  
  • Versuche, ausreichend zu schlafen (7–9 Stunden) und setze auf bewusstes Stressmanagement.
  • Etabliere neue Gewohnheiten und reduziere emotionales Essverhalten.
  • Lass Dich ggf. beim Gewichtsverlust von medizinischen Fachkräften unterstützen.

Abnehmspritzen können Gewichtsverlust unterstützen 

Ab einem BMI von 30 oder 27 (bei gewichtsbedingten Begleiterkrankungen) können Ärztinnen und Ärzte eine Abnehmspritze verschreiben. Diese kann den Gewichtsverlust unterstützen und sollte im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzepts eingesetzt werden, insbesondere wenn Lebensstilmaßnahmen allein nicht ausreichend wirksam sind.

Die eingesetzten Medikamente beeinflussen unter anderem Hunger- und Sättigungssignale. Dadurch kann es leichter fallen, die Nahrungsaufnahme zu reduzieren und ein Kaloriendefizit einzuhalten, was langfristig zum Abbau von Körperfett beitragen kann.

Zusammenfassung

Häufige Fragen

Die Max-Planck-Diät stammt nicht vom Max-Planck-Institut. Nutzen und Sicherheit dieser Crash-Diät sind nicht belegt. 

Der Ernährungsplan reduziert die Kalorienaufnahme über zwei Wochen extrem – auf rund 800 kcal täglich. Das Gewicht sinkt vor allem aufgrund von Wasserverlust.

Der Diätplan ist sehr restriktiv und aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht empfehlenswert. Er besteht hauptsächlich aus Fleisch, Schinken, Eiern, ausgewähltem Gemüse und Obst. Morgens gibt es immer schwarzen Kaffee oder Tee mit Zitrone, an 4 Tagen pro Woche zusätzlich ein Brötchen und einmal wöchentlich ein Joghurt. 

Die Mahlzeiten sind meist streng vorgegeben und dürfen nicht angepasst werden. Auf zahlreiche Lebensmittelgruppen, beispielsweise Kohlenhydrate und Milchprodukte, wird fast vollständig verzichtet. Einige Varianten dieser Diät erlauben aber auch Genussmahlzeiten oder eine größere Menge an Milchprodukten.

Die Max-Planck-Diät wird aus medizinischer Sicht nicht empfohlen. Zwar kann es durch das extreme Kaloriendefizit kurzfristig zu Gewichtsverlusten kommen, diese beruhen jedoch überwiegend auf Wasser- und Muskelverlusten und nicht auf einem nachhaltigen Fettabbau. Für Angaben von bis zu 9 Kilogramm in zwei Wochen gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Ohne dauerhafte Ernährungsumstellung ist eine erneute Gewichtszunahme wahrscheinlich.

Erlaubt sind vor allem Eiweißquellen wie Fleisch, Schinken und Eier sowie bestimmte Gemüsesorten und Obst. Nicht vorgesehen sind Alkohol, Süßigkeiten, größere Kohlenhydratmengen und generell alle Lebensmittel, die nicht ausdrücklich im Plan aufgeführt werden.

Eine ausgewogene Ernährung ist mit der Max-Planck-Diät nicht möglich. Es besteht das Risiko einer Unterversorgung mit Protein und weiteren Nährstoffen.

Die Diät kann die Gesundheit gefährden, weil sie extrem kalorienarm und sehr einseitig ist. Das Max-Planck-Institut warnt ausdrücklich vor dieser Ernährungsstrategie, die den Namen des renommierten Wissenschaftsinstituts missbraucht.

Zu den Risiken zählen Nährstoffmängel und eine erneute Gewichtszunahme nach Diätende (Jo-Jo-Effekt). Für Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion ist auch der hohe Proteingehalt der Ernährung potenziell problematisch.

Aus medizinischer Sicht wird die Max-Planck-Diät nicht empfohlen. Sie ist nicht erforscht, birgt gesundheitliche Risiken und vermittelt keine nachhaltige Ernährungsweise. Es gibt keine medizinische Empfehlung für die Max-Planck-Diät.

Nein, Wegovy® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.

Ja, ein Mounjaro® Rezept ist zwingend erforderlich, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Es darf nur mit ärztlicher Verordnung in Apotheken – online oder vor Ort – abgegeben werden.

1. Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ AWMF-Register Nr. 050/001 Klasse: S3. (n.d.). Awmf.org. Retrieved December 23, 2025, from https://register.awmf.org/assets/guidelines/050-001l_S3_Praevention-Therapie-Adipositas_2024-10.pdf

2. Dezember, 17. (n.d.). Diät-Plan vom Max-Planck-Institut für Ernährung. Mpg.de. Retrieved December 28, 2025, from https://www.mpg.de/233574/diaetplan.pdf

3. Moon, J., & Koh, G. (2020). Clinical evidence and mechanisms of high-protein diet-induced weight loss. Journal of Obesity & Metabolic Syndrome, 29(3), 166–173. https://doi.org/10.7570/jomes20028

4. Felchner, C. (2015, September 8). Max-Planck-Diät. netDoktor. https://www.netdoktor.de/abnehmen/diaet/max-planck-diaet/