Warum Du mit einer Saftkur zwar kurzfristig abnehmen kannst, aber Deinem Körper langfristig schaden könntest.

Saftkuren sind kurze und sehr strenge Diätformen, bei denen vollständig auf feste Nahrung verzichtet wird. Dadurch sinkt das Körpergewicht, steigt nach Ende der mehrtägigen Kur aber in der Regel wieder an. Um bei Übergewicht oder Adipositas erfolgreich abzunehmen, sind Saftkuren nicht zu empfehlen. Zudem gibt es keine wissenschaftlichen Belege für die viel gepriesenen „Detox-Effekte”.
Der Verzicht auf feste Nahrung reduziert die tägliche Kalorienaufnahme enorm – meist auf unter 800 kcal pro Tag. Dadurch kommt es zu einem raschen Gewichtsverlust von mehreren Kilogramm innerhalb weniger Tage.
Allerdings handelt es sich dabei keineswegs nur um Körperfett:
Nach dem Ende der Kur wird der Körper wieder normal mit Energie versorgt. Häufig folgt dann der Jo-Jo-Effekt und das Gewicht steigt schnell wieder an – oft über das ursprüngliche Gewicht hinaus.
Gerade für Menschen mit starkem Übergewicht und Adipositas ist der Verlust von Muskelmasse jedoch kritisch, da der relative Körperfettanteil dadurch weiter steigt. Dies kann gewichtsbedingte Beschwerden verstärken und der Muskelverlust kann die Beweglichkeit zusätzlich einschränken.
Es gibt Hinweise darauf, dass flüssige Mahlzeiten – unabhängig von ihrer Kalorienmenge – schlechter sättigen könnten als feste Nahrung.² Dies ist auf die fehlende mechanische Reizung beim Kauen sowie den geringen Ballaststoffanteil zurückzuführen, wodurch das Sättigungsgefühl schwächer ausfällt. Zudem passiert flüssige Nahrung den Magen schneller und führt zu einer geringeren Ausschüttung von Sättigungshormonen.
Zudem werden bei einer Saftkur kaum Proteine aufgenommen, die für ihre sättigende Wirkung bekannt sind. Durch verstärkten Hunger könnte es nach der Kur leichter zu einer übermäßigen Kalorienaufnahme kommen.
Saftkuren sind zum Abnehmen ungeeignet. Da sie keine langfristige Ernährungsstrategie darstellen, können sie keine dauerhafte Wirkung erzielen.
Anstatt Dich auf den kurzfristigen Gewichtsverlust einer Saftkur zu verlassen, solltest Du eine Methode wählen, die für Dich dauerhaft funktioniert. Wichtige Bausteine sind dabei:
Bei einem BMI ≥ 30 kg/m² oder BMI ≥ 27 kg/m² mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen können Ärztinnen und Ärzte ergänzend eine medikamentöse Therapie mit einer Abnehmspritze verschreiben.
Bei einer Saftkur werden feste Mahlzeiten vollständig durch Obst- und Gemüsesäfte ersetzt. Dabei kann die Auswahl und Menge der Säfte je nach Kur stark variieren.
Ziel ist meist:
Die Dauer beträgt häufig zwischen 1 und 7 Tagen, es gibt jedoch auch längere Kuren.
In dieser Zeit ist die Nahrungsaufnahme streng reduziert: Es werden ausschließlich frisch gepresste oder industriell hergestellte, ungesüßte Säfte getrunken, ergänzt durch Wasser und Kräutertee. Auf feste Nahrung und Genussmittel wie Kaffee, Alkohol oder Nikotin wird verzichtet.
Die Risiken von Saftkuren überwiegen die nicht belegbaren Vorteile deutlich.
Für Menschen mit Diabetes, Essstörungen oder Herzkrankheiten stellen Saftkuren eine zusätzliche Gesundheitsgefahr dar.
Die Idee, dass eine Saftkur den Körper „entgiften“ könne, ist weit verbreitet. Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieser Mythos auf mehreren Ebenen falsch:
Eine Saftkur ist eine kurzfristige Ernährungsform, bei der feste Mahlzeiten für einige Tage durch Obst- und Gemüsesäfte ersetzt werden. Zusätzlich wird viel Wasser oder Kräutertee getrunken. Zum Abnehmen sind Saftkuren ungeeignet, da die erzielten Gewichtsverluste nicht von Dauer sind. Zudem bergen sie gesundheitliche Risiken.
Saftkuren werden aus medizinischer Sicht nicht empfohlen. Sie bieten keinen nachhaltigen Nutzen für die Gesundheit oder Gewichtsabnahme und können zu Nährstoffmängeln und Kreislaufproblemen führen. Zwar werden Saftkuren häufig zwischen 1 und 7 Tagen durchgeführt, doch verlängert sich mit der Dauer auch das Risiko gesundheitlicher Konsequenzen. Für Menschen mit Übergewicht oder Adipositas sind Saftkuren ausdrücklich nicht geeignet, da sie kein gesundes Kaloriendefizit schaffen, das Essverhalten destabilisieren und oft in einen Jo-Jo-Effekt münden.
Dauerhafte Gewichtsverluste aufgrund einer Saftkur sind nicht realistisch. Die stark reduzierte Kalorienzufuhr bewirkt lediglich einen kurzfristigen Abnehmeffekt. Dabei wird vor allem fettfreie Masse verloren – der Fettabbau spielt eine untergeordnete Rolle. Sobald wieder normal gegessen wird, kehrt das Gewicht meist zurück.
Um effektiv abzunehmen, solltest Du über längere Zeit ein Kaloriendefizit, von 500 –600 kcal, aufrechterhalten.
Die Wirkung von Saftkuren ist nicht belegt und es gibt keine klaren Gesundheitsvorteile. Welche Obst- und Gemüsesorten bei einer Saftkur zum Einsatz kommen, kann stark unterschiedlich sein.
Beachte, dass Obst und Gemüse zwar Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sind, Säfte alleine aber nicht den Nährstoffbedarf decken können.
Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder Magen-Darm-Beschwerden. Diese werden durch die stark reduzierte Energieaufnahme verursacht. Längere Kuren können zu Eiweiß- und Ballaststoffmangel führen. Auf eine Saftkur folgt häufig eine erneute Gewichtszunahme.
Für Saftkuren sind keine nachhaltigen Effekte auf Körpergewicht oder Gesundheit wissenschaftlich belegt. Kurzfristige Veränderungen – etwa ein niedrigeres Körpergewicht durch Wasserverlust oder ein subjektives Gefühl von „Leichtigkeit“ – können auftreten, beruhen jedoch nicht auf Fettabbau oder verbesserten Gesundheitsparametern.
Gleichzeitig sind Nebenwirkungen häufig, darunter:
Eine Saftkur bietet daher keine medizinisch sinnvolle Strategie für die Gewichtsreduktion.
Nein, Saxenda® kaufen ohne Rezept ist nicht erlaubt. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und darf nur mit einer ärztlichen Verordnung in Apotheken abgegeben werden.
Ja, ein Mounjaro® Rezept ist zwingend erforderlich, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Es darf nur mit ärztlicher Verordnung in Apotheken – online oder vor Ort – abgegeben werden.
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