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Adipositas und Übergewicht: Welche Hautprobleme auftreten können

Welche Hautveränderungen bei Übergewicht auftreten können – und was dahintersteckt

Geschrieben von
GoLighter Redaktion
Letzte Änderung
21.04.2026
Lesezeit
5
Minuten
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Adipositas treten häufig Hautfaltenekzeme, Pilzinfektionen, Acanthosis nigricans, Akne inversa (Hidradenitis suppurativa) sowie Wundheilungsstörungen auf.
  • Bis zu 60–70 % der Menschen mit Adipositas entwickeln gewichtsassoziierte Hautveränderungen.
  • Ursache sind chronische Entzündungsprozesse, vermehrtes Schwitzen, mechanische Reibung und hormonelle Veränderungen.
  • Tiefe Hautfalten begünstigen Feuchtigkeit und damit bakterielle oder mykotische Infektionen.
  • Eine nachhaltige Gewichtsreduktion kann bestimmte Hautprobleme verbessern, ersetzt jedoch keine dermatologische Behandlung.
  • Frühzeitige Hautpflege und ärztliche Therapie helfen, Komplikationen zu vermeiden.
Hautprobleme bei Übergewicht sichtbar an Bauch und Hautfalten

Welche Rolle spielt Gewichtsreduktion bei gewichtsassoziierten Hautproblemen?

Eine nachhaltige Gewichtsabnahme kann Hautprobleme, die durch Übergewicht und Adipositas bedingt sind, verbessern. Das hat verschiedene Gründe:

  • In vielen Fällen kann sich die Haut dank der Elastizität des Bindegewebes weitgehend zurückbilden. Dadurch verkleinern sich Hautfalten.
  • Bei übergewichtigen und adipösen Menschen führt ein Gewichtsverlust zu einer Reduktion von Entzündungen im Körper.2
  • Eine Gewichtsreduktion kann die Insulinsensitivität verbessern und dadurch bestimmte metabolisch beeinflusste Hautveränderungen positiv beeinflussen.

Rückbildung der Haut nach Gewichtsabnahme

Wie gut sich die Haut nach einer Gewichtsreduktion anpasst, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Alter
  • genetische Bindegewebsstruktur
  • Ausgangsgewicht
  • Dauer der Adipositas
  • Geschwindigkeit der Gewichtsabnahme

Nach stabiler Gewichtsreduktion kann sich die Haut innerhalb von Monaten teilweise anpassen. Eine vollständige Rückbildung ist jedoch nicht immer zu erwarten.

Warum treten Hautprobleme bei Übergewicht und Adipositas auf?

Hautprobleme bei Übergewicht und Adipositas entstehen meist durch mehrere Faktoren gleichzeitig. Dazu zählen vor allem mechanische Belastung, entzündliche Prozesse sowie hormonelle und gefäßbedingte Veränderungen im Körper.

  • Mechanisch: Hautfalten, Reibung, Feuchtigkeit und erhöhter Druck können die Haut reizen
  • Entzündlich und metabolisch: Fettgewebe wirkt hormonell aktiv und kann chronische Entzündungsprozesse sowie Insulinresistenz begünstigen
  • Gefäßbedingt: Eine beeinträchtigte Durchblutung kann die Hautversorgung und Wundheilung verschlechtern

Zusätzlich können starkes Schwitzen und erschwerte Hygiene in Hautfalten das Risiko für Reizungen sowie bakterielle oder pilzbedingte Infektionen erhöhen.

Welche Hautprobleme können bei Übergewicht und Adipositas auftreten?

Adipositas kann Hauterkrankungen mechanisch, entzündlich, hormonell und vaskulär begünstigen.

Mechanisch und reibungsbedingt

  • Dehnungsstreifen (Striae): Sie entstehen durch Überdehnung des Bindegewebes, insbesondere bei schneller Gewichtszunahme.
  • Intertrigo/ Hautwolf (Hautfaltenentzündung): In Körperregionen, in denen die Haut dauerhafter Reibung und Feuchtigkeit ausgesetzt ist, kann es häufig zu Entzündungen kommen. Dadurch steigt auch das Risiko für Bakterien- und Pilzinfektionen. 
  • Plantare Hyperkeratose: Die übermäßige Verdickung der Haut tritt bei übergewichtigen und adipösen Menschen hufeisenförmig an den Fersen auf und ist eine Schutzreaktion auf gewichtsbedingten, erhöhten Druck und Reibung. 

Entzündlich und infektiös

  • Follikulitis: Vermehrte Feuchtigkeit, Hautfalten und Reibung bieten ideale Wachstumsbedingungen für Keime. Bei adipösen Menschen besteht daher ein höheres Risiko für eine Entzündung der Haarfollikel (Follikulitis), ausgelöst durch Bakterien oder Candida-Pilze.3
  • Candida-Infektionen: Hefepilze der Gattung Candida können sich in warmen, feuchten Hautbereichen besonders gut vermehren. Hautfalten bieten dafür günstige Bedingungen. Typische Beschwerden sind Rötung, Juckreiz und nässende Hautveränderungen.
  • Wundrose (Erysipel): Dies ist eine bakterielle Entzündung des Weichgewebes, die zu schmerzhaften, glänzenden Rötungen und zu Entzündungsreaktionen wie Fieber und Schüttelfrost führen kann. Übergewichtige und adipöse Menschen haben ein erhöhtes Risiko für solche Hautinfektionen.¹
  • Acne inversa: Übergewicht und Adipositas gilt als wichtiger Risikofaktor für die Entstehung dieser chronischen Hautkrankheit. Sie zeichnet sich durch wiederkehrende Pusteln, Zysten, Knoten und Abszesse, insbesondere in Hautfalten, aus. 

Metabolisch und hormonell 

  • Acanthosis nigricans: Hierbei handelt es sich um verdickte, dunkle, samtige Hautstellen, die häufig im Nacken-, Achsel- und Leistenbereich auftreten. Sie stehen in Verbindung mit Insulinresistenz.1 Häufig sind eine Gewichtsreduktion und eine Verbesserung der Insulinsensitivität wirksam. 
  • Fibrome (Stielwarzen): Gutartige Hautanhängsel treten bei Menschen mit Adipositas häufiger auf und stehen möglicherweise im Zusammenhang mit Insulinresistenz.
  • Xanthelasmen / Xanthome: Gelbe Cholesterinablagerungen an den Augenlidern oder am Körper, die nicht ohne Behandlung verschwinden. Sie stehen unter anderem in Verbindung mit Übergewicht, hohen Cholesterinwerten, Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen. Sie können Hinweis auf eine zugrunde liegende Fettstoffwechselstörung sein.
  • Seborrhö: Biologisch aktives Fettgewebe kann insbesondere durch vermehrte Produktion von Androgenen (männliche Sexualhormone) und begleitende Insulinresistenz im Gewebe  eine Überproduktion von Hautfett verursachen.1 Häufige Folgen sind Schuppenbildung und Hautentzündungen (seborrhoisches Ekzem). 
  • Hirsutismus (bei Frauen): Adipositas kann mit hormonellen Veränderungen einhergehen, die insbesondere bei Frauen einen vermehrten Haarwuchs begünstigen können.
  • Keratosis pilaris: Die medizinisch harmlose „Reibeisenhaut“ tritt bei Menschen mit höherem BMI häufiger auf. Sie wird unter anderem mit Insulinresistenz in Verbindung gebracht, die genauen Ursachen sind jedoch nicht vollständig geklärt.

Gefäßbedingt

  • Chronische venöse Insuffizienz: Übergewicht und Adipositas sind wesentliche Risikofaktoren für diese Erkrankung der Beinvenen. Zu den Symptomen und Folgen zählen Krampfadern, Ödeme, Geschwüre und Lymphödeme. Durch eine Gewichtsreduktion lassen sich Beschwerden und Folgerisiken signifikant lindern.
  • Ödeme und Lymphödeme: Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe treten häufig an den Beinen auf und führen zu Schwellungen. Häufig sind sie durch eine eingeschränkte venöse Rückflussfunktion bedingt.
  • Ein Lymphödem ist eine spezielle Form, bei der der Abfluss der Lymphflüssigkeit gestört ist und die Schwellung länger bestehen bleibt.
  • Ulzera: Chronische Wunden, insbesondere an den Unterschenkeln, können als Folge einer gestörten Durchblutung entstehen. Sie heilen oft langsam und sind anfällig für Infektionen.

Kosmetisch / strukturell sichtbar

  • Cellulite: Übergewicht ist kein direkter Auslöser von Cellulite, kann jedoch die optische Ausprägung verstärken. Ursache ist eine strukturelle Veränderung des Bindegewebes, bei der sich Fettgewebe durch die Haut nach oben drückt und eine typische „Orangenhaut“-Struktur entsteht.

Beschwerden lindern: Gezielte Hautpflege und professionelle Behandlung

Hautveränderungen, die mit Übergewicht und Adipositas  einhergehen, sollten von einer Dermatologin oder einem Dermatologen untersucht werden. Eine professionelle Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um potenzielle Gesundheitsrisiken zu erkennen und Beschwerden zu lindern.

Zudem können Betroffene eine regelmäßige, gezielte Pflege anwenden:

  • Die tägliche Reinigung und gründliche Trocknung der Hautfalten kann gegen Pilz- und Bakterienwachstum helfen. Dies unterstützt die natürliche Schutzfunktion der Haut.
  • Bei wiederkehrenden Entzündungen kann eine ärztlich empfohlene antimikrobielle Pflege sinnvoll sein.
  • Atmungsaktive und feuchtigkeitsabsorbierende Textilien können Feuchtigkeit an problematischen Hautstellen verringern.

Wenn nach dem Gewichtsverlust überschüssige Haut bestehen bleibt, kann eine operative Hautstraffung in Betracht gezogen werden.

Zusammenfassung

Medikamente

Wirkstoffe

Häufige Fragen

Übergewicht und Adipositas kann die Haut auf mehreren Ebenen belasten. Einerseits produziert überschüssiges Fettgewebe mehr entzündungsfördernde Botenstoffe und Hormone, was die Immunfunktion der Haut verschlechtern kann. Andererseits können sich in Hautfalten Wärme und Feuchtigkeit stauen, was Reizungen und Infektionen wahrscheinlicher macht. Auch das vermehrte Aneinanderreiben der Haut ist ein häufiges Problem.

Ob und welche Hautprobleme auftreten, kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Bei adipösen Menschen treten in rund 60–70 % der Fälle Veränderungen der Haut auf.¹

Viele Betroffene haben trockene oder raue Haut, vermehrtes Unterhautfett und Reibungsstellen. Weitere zentrale Faktoren sind die eingeschlossene Feuchtigkeit und Wärme in den Hautfalten sowie die veränderte Hautbarriere.

Dies kann zu Hautfaltenentzündungen, Bakterien- oder Pilzinfektionen oder Haarfollikelentzündungen führen.

Fettgewebe ist hormonell aktiv. Adipositas geht häufig mit einer Insulinresistenz und erhöhten Insulinspiegeln einher. In bestimmten Fällen kann es auch zu Veränderungen im Androgenhaushalt kommen. Dies kann verstärkten Haarwuchs, Akne oder ein fettiges Hautbild verursachen.

Gleichzeitig fördert das Fettgewebe die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe, welche viele Hautkrankheiten verstärken können.

Ja, viele Hautprobleme bessern sich deutlich, wenn das Gewicht reduziert wird. Die Gründe:

  • Entzündungen im Körper nehmen ab.
  • Der Hormonhaushalt normalisiert sich.
  • Es entsteht weniger Belastung durch Reibung oder Druck.

Um potenzielle Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen, sollten alle Arten von Hauterkrankungen dermatologisch untersucht werden.

Um die Haut zu schützen und Beschwerden zu lindern, ist eine sanfte, regelmäßige Reinigung und gründliches Trocknen aller Hautfalten essentiell.

Zudem empfiehlt sich die Verwendung von milden Pflegeprodukten und teilweise Barrierecremes.

Feuchtigkeitsabsorbierende Textilien können gereizte Bereiche zusätzlich schützen.

Eine ausgewogene und kalorienreduzierte Ernährung kann dabei helfen, das Körpergewicht langfristig zu reduzieren. Das wirkt sich wiederum positiv auf viele mit Übergewicht zusammenhängende Hautprobleme aus.

Weniger Gewicht bedeutet weniger Reibung und eine geringere entzündliche Belastung des Körpers. Dadurch können sich Hautentzündungen, Infektionen und weitere Hauterkrankungen oft deutlich bessern.

Nein, Wegovy® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.

Ja, ein Mounjaro® Rezept ist zwingend erforderlich, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Es darf nur mit ärztlicher Verordnung in Apotheken – online oder vor Ort – abgegeben werden.

1. Darlenski, R., Mihaylova, V., & Handjieva-Darlenska, T. (2022). The link between obesity and the skin. Frontiers in Nutrition, 9, 855573. https://doi.org/10.3389/fnut.2022.855573

2. Bianchi, V. E. (2018). Weight loss is a critical factor to reduce inflammation. Clinical Nutrition ESPEN, 28, 21–35. https://doi.org/10.1016/j.clnesp.2018.08.007

3. Hirt, P. A., Castillo, D. E., Yosipovitch, G., & Keri, J. E. (2019). Skin changes in the obese patient. Journal of the American Academy of Dermatology, 81(5), 1037–1057. https://doi.org/10.1016/j.jaad.2018.12.070

4. American Nurse Journal. (2020, June 4). Obesity: Skin issues and skinfold management. American Nurse. https://www.myamericannurse.com/obesity-skin-issues-and-skinfold-management/

5. Schmitt, M. M., & Nadja, F. (n.d.). Klinikum Wilhelmshaven gGmbH Friedrich-Pa rath-Straße 100 26389 Wilhelmshaven Tel. Klinikum-whv.de. Retrieved February 12, 2026, from https://www.klinikum-whv.de/downloads/flyer/Flyer_-_Med_II_-_Erysipel_Wundrose.pdf

6. Xanthelasma. (2022, July 1). Cleveland Clinic. https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/23385-xanthelasma

7. DocCheck, M. B. (2007, February 11). Seborrhö. DocCheck Flexikon; DocCheck Community GmbH. https://flexikon.doccheck.com/de/Seborrh%C3%B6

8. Follikulitis und Hautabszesse. (n.d.). MSD Manual Ausgabe für Patienten. Retrieved February 12, 2026, from https://www.msdmanuals.com/de/heim/kurzinformationen-hauterkrankungen/bakterielle-hautinfektionen/follikulitis-und-hautabszesse

9. DocMedicus Gesundheitslexikon. (n.d.). Gesundheits-lexikon.com. Retrieved February 12, 2026, from https://www.gesundheits-lexikon.com/Haut-Haare-Naegel/Weitere-Hauterkrankungen-Hautveraenderungen/Fibrome

10. Cellulite. (n.d.). Deine Gesundheitswelt. Retrieved February 12, 2026, from https://www.deine-gesundheitswelt.de/krankheit-behandlung-und-pflege/cellulite

11. Übergewicht – wesentlicher Risikofaktor der chronisch-venösen Insuffizienz. (n.d.). Rosenfluh Publikationen AG. Retrieved February 12, 2026, from https://www.rosenfluh.ch/arsmedici-2014-13/uebergewicht-wesentlicher-risikofaktor-der-chronisch-venoesen-insuffizienz

12. DocCheck, M. B. (2008, January 27). Intertrigo. DocCheck Flexikon; DocCheck Community GmbH. https://flexikon.doccheck.com/de/Intertrigo