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GLP-1 und GIP: Wie moderne Kombinationstherapien beim Abnehmen wirken

Forschung zeigt: Mehr Hormonwirkung, bessere Gewichtsregulation – ein Überblick über aktuelle Therapien

Geschrieben von
GoLighter Redaktion
Letzte Änderung
02.02.2026
Lesezeit
5
5
Minuten
Das Wichtigste in Kürze
  • Neue Medikamente kombinieren mehrere Hormone (z. B. GLP-1 + GIP oder GLP-1 + Amylin) für eine umfassendere Wirkung.
  • In klinischen Studien (z. B. mit Tirzepatid) wurde ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von bis zu 22 % des Ausgangsgewichts gegenüber Placebo erreicht.
  • Ziel ist eine langfristige Verbesserung von Gewicht und Stoffwechselgesundheit.
Hand mit verschiedenen Tabletten und Kapseln sowie ein Glas Wasser, symbolische Darstellung für medikamentöse Kombinationstherapien GIP und GLP 1 bei der Behandlung von Übergewicht.

Wie Stoffwechselhormone das Abnehmen steuern

Hormone regulieren unser Essverhalten und steuern, wie der Körper Energie aufnimmt, speichert und verbraucht. Sie senden Signale ans Gehirn: wann wir Hunger haben, wann wir satt sind und wie effizient unser Stoffwechsel arbeitet.

Moderne Abnehm-Medikamente setzen gezielt auf die Aktivierung bestimmter Stoffwechselhormone – darunter:

GLP-1: Das Hormon, das Sättigung signalisiert 

GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) wird nach dem Essen freigesetzt. Es fördert das Sättigungsgefühl, verlangsamt die Magenentleerung und stabilisiert den Blutzucker.

Wirkstoffe wie Semaglutid (Wegovy®) oder Liraglutid (Saxenda®) nutzen diesen Mechanismus und gehören zur ersten Generation der GLP-1-basierten Medikamente.1

GIP: Verstärkt die Wirkung von GLP-1

GIP (Glucose-dependent Insulinotropic Polypeptide) ist ein weiteres Darmhormon, das nach einer Mahlzeit ausgeschüttet wird. Es verstärkt die glukoseabhängige Insulinfreisetzung und wirkt zusammen mit GLP-1.

In Kombination mit GLP-1 verbessert es die Blutzuckerregulation und verstärkt die Wirkung auf Appetit und Sättigung.2

Amylin: Das Ergänzungshormon

Amylin wird gemeinsam mit Insulin in der Bauchspeicheldrüse gebildet und fördert ein frühes Sättigungsgefühl.

In Kombination mit GLP-1 kann es helfen, den Appetit weiter zu senken und die Gewichtsabnahme langfristig zu stabilisieren.

Ein Beispiel ist CagriSema® – eine Kombination aus Cagrilintid (Amylin-Analogon) und Semaglutid –, die sich derzeit in klinischen Phase-3-Studien befindet.1

Moderne Kombinationstherapien im Überblick: Was Forschung und Praxis zeigen

Die Entdeckung der „Sättigungshormone“ hat zu einer neuen Generation von Wirkstoffen geführt, die mehrere hormonelle Signalwege gleichzeitig aktivieren. Diese Multi-Agonisten greifen an verschiedenen Punkten des Stoffwechsels an und ermöglichen so eine effektivere Gewichtsregulation als frühere Einzeltherapien.

GLP-1 + GIP → Tirzepatid (Mounjaro®)

Tirzepatid ist das erste zugelassene Medikament, das zwei körpereigene Signalwege gleichzeitig aktiviert: GLP-1 und GIP. Die Kombination sorgt dafür, dass Appetit, Blutzucker und Energiehaushalt effektiver reguliert werden als mit GLP-1 allein. In Studien haben Teilnehmende mit Adipositas, die mit Tirzepatid behandelt wurden, einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von bis zu 22 % ihres Ausgangsgewichts nach 72 Wochen erreicht – deutlich mehr als in der Placebo-Gruppe und als bei bisherigen GLP-1-basierten Präparaten.1,3

Tirzepatid wurde Ende 2023 in der EU zur Gewichtsreduktion zugelassen. Es ist verschreibungspflichtig und darf bei Erwachsenen mit einem BMI ab 30 kg/m² oder ab 27 kg/m² mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen eingesetzt werden, wenn Lebensstilmaßnahmen allein nicht ausreichen.

GLP-1 + Amylin: CagriSema®

CagriSema® kombiniert Semaglutid (GLP-1-Analogon) mit Cagrilintid (Amylin-Analogon). Während GLP-1 Appetit und Blutzucker reguliert, verstärkt Amylin das frühe Sättigungsgefühl und hilft, das Essverhalten langfristig zu stabilisieren.

Das Präparat befindet sich aktuell in einer Phase-3-Studie. Frühere Untersuchungen zeigen, dass die Kombination eine zusätzliche Gewichtsreduktion und bessere Gewichtsstabilität bewirken kann als GLP-1 allein.1,4.8

Im Vergleich zu klassischen GLP-1-Präparaten wie Semaglutid erreichen Dual-Agonisten (z. B. Tirzepatid oder CagriSema®) in Studien eine stärkere Gewichtsabnahme und bessere metabolische Kontrolle.

Noch in Entwicklung sind Triple-Agonisten, die drei Rezeptoren gleichzeitig aktivieren und damit das Potenzial haben, den Stoffwechsel noch umfassender zu beeinflussen.4,5

Zukunft der Abnehmspritzen: Multi-Agonisten und neue Forschungsansätze

Die Forschung zu Kombinationstherapien steckt zwar noch in den Anfängen, schreitet aber rasant voran. Das Ziel besteht darin, mehrere Hormonsysteme parallel zu aktivieren, um die Stoffwechselregulation zu optimieren und einen langfristigen Gewichtsverlust zu erreichen.2

Aktuell werden Poly-Agonisten untersucht, die vier oder mehr Rezeptoren gleichzeitig ansprechen – etwa GLP-1, GIP, Amylin, FGF21 oder Leptin.5

Medikamentöse Therapie: Nur als Teil eines Gesamtkonzepts

Laut der aktuellen S3-Leitlinie Adipositas6 sollten GLP-1-basierte Medikamente und Kombinationstherapien als Teil eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts eingesetzt werden. Sie ergänzen eine strukturierte Lebensstiltherapie aus kalorienreduzierter Ernährung, mehr Bewegung und verhaltenstherapeutischer Unterstützung – sie ersetzen diese Maßnahmen nicht.

Zusammenfassung

Häufige Fragen

Kombinationstherapien wie Tirzepatid (Mounjaro®) sind für Erwachsene mit Adipositas (BMI ab 30 kg/m²) oder Übergewicht mit Begleiterkrankungen (BMI ab 27 kg/m²) zugelassen. Dazu zählen z. B. Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörung. Die Medikamente kommen infrage, wenn Lebensstilmaßnahmen allein – also Ernährung, Bewegung und Verhaltenstherapie – nicht ausreichen, um das Gewicht zu senken oder zu stabilisieren.

Tirzepatid (Mounjaro®) ist bereits in Deutschland erhältlich und gilt als erste zugelassene Kombinationstherapie (GLP-1 + GIP).

Ein weiteres Präparat, CagriSema (GLP-1 + Amylin), befindet sich aktuell in der klinischen Phase-3-Prüfung.1,4

Wegovy® ist zur Gewichtsreduktion zugelassen, Ozempic® nur zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Wenn Menschen damit abnehmen, ist das ein Nebeneffekt, nicht der eigentliche Zweck des Medikaments.

Wegovy® und Ozempic® enthalten beide den Wirkstoff Semaglutid, aktivieren aber nur den GLP-1-Rezeptor – also einen einzigen Hormonweg. 

Die neue Generation zugelassener Medikamente, wie Tirzepatid (Mounjaro®), wirkt über zwei Hormonwege gleichzeitig – GLP-1 und GIP. Dadurch wird der Appetit stärker reduziert, die Insulinwirkung verbessert und der Stoffwechsel insgesamt effizienter gesteuert.

Langzeitdaten zeigen, dass Menschen nach dem Absetzen von GLP-1-basierten Medikamenten teilweise wieder zunehmen. Auch bei den neuen Kombinationen gilt: Die Chancen, dass der Therapieerfolg bestehen bleibt, sind am größten, wenn Ernährung, Bewegung und Verhalten angepasst werden. Die Medikamente erleichtern den Einstieg und die Stabilisierung, ersetzen aber keine dauerhafte Lebensstiländerung.6

Die bisher bekannten Nebenwirkungen ähneln denen der GLP-1-Präparate. Vor allem treten Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen oder Durchfall auf, meist zu Beginn der Behandlung. In Studien mit Dual- und Triple-Agonisten wie Tirzepatid oder Retatrutid traten diese Beschwerden etwas häufiger auf, waren aber in der Regel mild bis moderat und klangen mit der Zeit ab.4,7 Schwerwiegende Nebenwirkungen sind bislang selten. Wie bei allen GLP-1-basierten Therapien ist eine langsame Dosisteigerung wichtig, um die Verträglichkeit zu verbessern.

Aktuell (Stand 2025) übernehmen gesetzliche Krankenkassen in Deutschland keine Abnehmmedikamente, auch keine Kombinationstherapien, wenn sie zur Gewichtsreduktion verschrieben werden. Die Kosten für Präparate wie Wegovy® oder Mounjaro® müssen selbst getragen werden.

Private Krankenversicherungen entscheiden im Einzelfall: Bei ärztlich dokumentierter Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m² oder ≥ 27 kg/m² mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen) kann eine Kostenübernahme oder Teilerstattung möglich sein, wenn die Behandlung medizinisch begründet und verordnet ist. Es lohnt sich daher, vor Therapiebeginn eine Kostenanfrage bei der privaten Versicherung zu stellen.

Nein, Wegovy® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.

Ja, ein Saxenda® Rezept ist erforderlich. Das Medikament darf nur mit ärztlicher Verordnung in Apotheken – online oder vor Ort – abgegeben werden.

  1. 1Pieber, T. R., & Lingvay, I. (2023). Beyond GLP-1: Advances in incretin-based obesity therapies. Nature Reviews Endocrinology, 19(11), 707–723. https://www.researchgate.net/publication/395245674_GLP-1_and_Beyond_Advances_in_Obesity_and_Metabolic_Therapy 
  2. 2Allard, C., Cota, D., & Quarta, C. (2024). Poly-agonist pharmacotherapies for metabolic diseases: Hopes and new challenges. Drugs, 84(2), 127–148.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38127286/  
  3. 3Ludvik, B., Giorgino, F., Jódar, E., Frias, J. P., Fernández Landó, L., Brown, K., Bray, R., Rodríguez, Á., & Haupt, A. (2022). Once-weekly tirzepatide versus once-weekly semaglutide in type 2 diabetes (SURPASS-2): A randomised, open-label, phase 3 trial. Diabetologia, 65(7), 1256–1268. 
  4. 4Gutgesell, R. M., Nogueiras, R., Tschöp, M. H., & Müller, T. D. (2024). Dual and triple incretin-based co-agonists: Novel therapeutics for obesity and diabetes. Diabetes Therapy, 15(5), 1069–1084. https://doi.org/10.1007/s13300-024-01566-x 
  5. 5Nutter, S., Eggerichs, L. A., Nagpal, T. S., Ramos Salas, X., Chea, C., Saiful, S., Ralston, J., Barata-Cavalcanti, O., Batz, C., & Baur, L. A. (2024). Changing the global obesity narrative to recognize and reduce weight stigma: A position statement from the World Obesity Federation. Obesity Reviews, 25(1), e13642.* https://doi.org/10.1111/obr.13642
  6. 6Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG), Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) & Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). (2024). S3-Leitlinie: Prävention und Therapie der Adipositas (Version 2.0). Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). AWMF-Register-Nr. 050-001. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/050-001 
  7. 7Jastreboff, A. M., Aronne, L. J., Ahmad, N. N., Wharton, S., Connery, L., Alves, B., Kiyosue, A., Zhang, S., Liu, B., Bunck, M. C., & Kushner, R. F. (2023). Triple-hormone receptor agonist retatrutide for obesity—A phase 2 trial. The New England Journal of Medicine, 389(2), 123–134. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2301972 
  8. 8Reuters. (2024, November 6). Novo Nordisk says its experimental drug CagriSema has similar side effects to Wegovy. https://www.reuters.com/business/healthcare-pharmaceuticals/novo-nordisk-says-its-experimental-drug-cagrisema-has-similar-side-effects-2024-11-06/
  9. Jastreboff, A. M., Aronne, L. J., Ahmad, N. N., Wharton, S., Connery, L., Alves, B., Kiyosue, A., Zhang, S., Liu, B., Bunck, M. C., & Kelly, S. E. (2022). Tirzepatide once weekly for the treatment of obesity. The New England Journal of Medicine, 387(3), 205–216. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2206038
  10. Ludvik, B., Giorgino, F., Jódar, E., Frias, J. P., Fernández Landó, L., Brown, K., Bray, R., Rodríguez, Á., & Haupt, A. (2022). Once-weekly tirzepatide versus once-weekly semaglutide in type 2 diabetes (SURPASS-2): A randomised, open-label, phase 3 trial. Diabetologia, 65(7), 1256–1268. https://doi.org/10.1007/s00125-022-05706-7
  11. World Obesity Federation. (2024, January 10). Poly-agonists: The future of obesity treatment. https://www.worldobesity.org/news/polyagonists-the-future-of-obesity-treatment