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Welche Medikamente eine Gewichtsabnahme unterstützen können und für wen sie infrage kommen

Medikamente zur Gewichtsreduktion können bei Adipositas oder bei Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen infrage kommen. Ob eine Behandlung medizinisch sinnvoll ist, hängt unter anderem vom BMI, von bestehenden Erkrankungen und der individuellen Gesundheitssituation ab.
Abnehmen mit Medikamenten sollte immer Teil eines langfristigen Behandlungskonzepts sein. Dazu gehören insbesondere:
Ja. Auch beim Abnehmen mit Medikamenten ist für eine Gewichtsabnahme ein Kaloriendefizit erforderlich: Dem Körper wird über längere Zeit weniger Energie zugeführt, als er verbraucht. Medikamente zum Abnehmen können dabei unterstützen, die Energieaufnahme zu reduzieren und ein Kaloriendefizit leichter einzuhalten.
Medikamente zum Abnehmen ist der Oberbegriff für Arzneimittel, die zur Gewichtsreduktion beziehungsweise Gewichtsregulierung eingesetzt werden. Abnehmspritzen und Abnehmtabletten beschreiben dagegen unterschiedliche Darreichungsformen. Begriffe wie „Appetitzügler“ oder „Appetithemmer“ werden häufig umgangssprachlich verwendet.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Für eine Gewichtsabnahme ist unabhängig von der Darreichungsform ein Kaloriendefizit erforderlich. Medikamente zum Abnehmen können dabei unterstützen, dieses zu erreichen und einzuhalten. Wie stark die Gewichtsabnahme ausfällt, hängt unter anderem vom jeweiligen Wirkstoff, der Behandlung und der individuellen Reaktion darauf ab. Ergebnisse verschiedener Medikamente lassen sich zudem nicht ohne Weiteres direkt miteinander vergleichen.
Rezeptpflichtige Medikamente zum Abnehmen können bei Erwachsenen mit Adipositas oder bei Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen infrage kommen. Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Medikament und Zulassung.
Für verschiedene zugelassene Medikamente zur Gewichtsregulierung gelten folgende BMI-Kriterien:
Zu den gewichtsbedingten Begleiterkrankungen können beispielsweise gehören:
Je nach Medikament stehen unterschiedliche Darreichungsformen zur Verfügung. Semaglutid ist zur Gewichtsregulierung beispielsweise als Wegovy® Abnehmspritze und als Wegovy® Tabletten verfügbar. Tirzepatid wird als Mounjaro® Injektion angewendet und ist sowohl zur Gewichtsregulierung als auch zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen.
Die genauen Zulassungskriterien unterscheiden sich je nach Medikament. Die Wegovy® Abnehmspritze mit Semaglutid und Saxenda® mit Liraglutid sind unter bestimmten Voraussetzungen auch für Jugendliche ab 12 Jahren mit Adipositas zugelassen. Ob eine medikamentöse Behandlung geeignet ist, wird individuell ärztlich geprüft.
Nein. Wie stark die Gewichtsabnahme ausfällt, ist individuell unterschiedlich. Für eine Gewichtsabnahme ist unabhängig vom verwendeten Medikament ein Kaloriendefizit erforderlich. Abnehmmedikamente können dabei unterstützen, dieses zu erreichen und einzuhalten. Wie stark die Gewichtsabnahme ausfällt, kann unter anderem vom Wirkstoff, der Dosis, genetischen Faktoren, der individuellen Reaktion sowie begleitenden Lebensstilmaßnahmen wie Ernährung und Bewegung beeinflusst werden.
Es gibt zugelassene Medikamente zum Abnehmen, deren Wirksamkeit in klinischen Studien1,2,3 nachgewiesen wurde. Dazu gehören beispielsweise Wegovy® mit Semaglutid, das als Injektion und als Tablette zur Verfügung steht, sowie Mounjaro® mit Tirzepatid und Saxenda® mit Liraglutid, die als Injektion angewendet werden.
RRezeptpflichtige Medikamente zum Abnehmen unterscheiden sich hinsichtlich Wirkstoff, Wirkmechanismus und Darreichungsform. Dazu gehören Wegovy® mit Semaglutid, Mounjaro® mit Tirzepatid, Saxenda® mit Liraglutid, Mysimba® mit Naltrexon/Bupropion sowie Arzneimittel mit Orlistat.
In Deutschland stehen 3 Wirkstoffe als Injektion zur Gewichtsregulierung zur Verfügung:
Die Ergebnisse lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen, da sie aus unterschiedlichen Studien stammen. Wie stark die Gewichtsabnahme individuell ausfällt, lässt sich daraus nicht vorhersagen.
Für eine Gewichtsabnahme ist unabhängig vom Medikament ein Kaloriendefizit erforderlich. Abnehmmedikamente können dabei auf unterschiedliche Weise unterstützen:
Der Begriff „Appetitzügler“ ist umgangssprachlich und nicht eindeutig: Er kann sowohl frei verkäufliche Produkte als auch verschreibungspflichtige Arzneimittel bezeichnen. Medikamente zum Abnehmen wie Wegovy® und Mounjaro® sind verschreibungspflichtig. Sie können unter anderem Hunger und Sättigung beeinflussen, wirken je nach Wirkstoff aber auch auf weitere Prozesse im Körper.
Abnehmspritzen werden unter die Haut (subkutan) injiziert. Die Anwendung unterscheidet sich je nach Wirkstoff:
Die Dosis wird nach einem für das jeweilige Medikament festgelegten Schema gesteigert. Änderungen der Dosierung sollten nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Die möglichen Nebenwirkungen hängen vom jeweiligen Wirkstoff ab. Bei inkretin-basierten Medikamenten treten insbesondere Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung auf.
Orlistat kann unter anderem fettigen Stuhl verursachen. Bei Naltrexon/Bupropion können beispielsweise Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen auftreten. Individuelle Risiken und Gegenanzeigen sollten vor Behandlungsbeginn ärztlich geprüft werden.
Auch die Gegenanzeigen unterscheiden sich je nach Medikament. Bestimmte Erkrankungen, eine Schwangerschaft oder die gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente können beispielsweise gegen eine Behandlung sprechen oder eine besondere ärztliche Prüfung erforderlich machen. Welche Gegenanzeigen konkret gelten, ist der jeweiligen Fachinformation zu entnehmen.
Für einige zugelassene Medikamente liegen Daten aus langjährigen klinischen Studien1,2,3,4 vor. Sehr langfristige Daten über mehrere Jahrzehnte sind für neuere Wirkstoffe jedoch noch nicht verfügbar.
Auch nach der Zulassung werden Arzneimittel kontinuierlich auf mögliche Risiken überwacht. Nutzen und Risiken sollten im Therapieverlauf regelmäßig ärztlich überprüft werden.
Die Behandlungsdauer wird individuell festgelegt. Da Adipositas eine chronische Erkrankung ist, kann eine längerfristige Behandlung erforderlich sein.
Nach dem Absetzen von Medikamenten zur Gewichtsregulierung kommt es häufig erneut zu einer Gewichtszunahme. Ernährung, Bewegung und langfristig umsetzbare Verhaltensänderungen bleiben deshalb wichtige Bestandteile der Behandlung.
Neben Abnehmspritzen gibt es auch Medikamente zum Abnehmen in Tablettenform. Sie unterscheiden sich hinsichtlich Wirkstoff, Wirkmechanismus, Anwendung und Verschreibungspflicht.
Orlistat ist je nach Dosis verschreibungspflichtig oder rezeptfrei erhältlich. Wegovy® Tabletten und Mysimba® sind verschreibungspflichtig.
Ja. Wegovy® steht neben der Abnehmspritze auch als Tablette mit dem Wirkstoff Semaglutid zur Verfügung. Die Wegovy® Tabletten werden 1-mal täglich eingenommen und sind zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen unter den zugelassenen Voraussetzungen vorgesehen.
Abnehmspritzen und Abnehmtabletten unterscheiden sich in ihrer Darreichungsform; der Wirkmechanismus hängt dagegen vom jeweiligen Wirkstoff ab. Semaglutid wirkt beispielsweise sowohl als Wegovy® Abnehmspritze als auch als Wegovy® Tablette über den GLP-1-Rezeptor.
Andere Tabletten wirken anders: Orlistat reduziert die Aufnahme von Nahrungsfetten im Darm, während Naltrexon/Bupropion die Regulation von Hunger und Nahrungsaufnahme beeinflusst. Aus der Darreichungsform allein lässt sich daher nicht ableiten, wie ein Abnehmmedikament wirkt oder wie stark die Gewichtsabnahme ausfällt.
Neben bereits zugelassenen Medikamenten zum Abnehmen werden weitere Wirkstoffe entwickelt oder sind in anderen Ländern bereits zugelassen. Orforglipron (Foundayo™) ist in den USA bereits zur Gewichtsregulierung zugelassen, in Deutschland und der EU derzeit jedoch nicht. Retatrutid befindet sich weiterhin in der klinischen Entwicklung.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Medikamente zum Abnehmen zur Gewichtsreduktion nicht. Arzneimittel zur Gewichtsreduktion sind nach § 34 SGB V von der Versorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung ausgeschlossen.
Bei einer privaten Krankenversicherung kann eine Kostenübernahme möglich sein. Ob und in welchem Umfang die Kosten erstattet werden, hängt vom jeweiligen Tarif, den Vertragsbedingungen und der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung ab.
In Deutschland sind nur wenige zugelassene Medikamente zum Abnehmen rezeptfrei erhältlich. Dazu gehören Arzneimittel mit Orlistat 60 mg, die für Erwachsene mit einem BMI ab 28 kg/m² zugelassen sind.
Orlistat hemmt bestimmte Enzyme im Magen-Darm-Trakt und reduziert dadurch die Aufnahme eines Teils der mit der Nahrung aufgenommenen Fette. Die nicht aufgenommenen Fette werden über den Stuhl ausgeschieden.
Häufige Nebenwirkungen betreffen deshalb den Magen-Darm-Trakt und können unter anderem fettigen oder öligen Stuhl und verstärkten Stuhldrang umfassen.
Das lässt sich nicht pauschal anhand der Rezeptpflicht beurteilen. Die Wirksamkeit hängt vom jeweiligen Wirkstoff ab. Ergebnisse verschiedener Medikamente sollten zudem nicht ohne Weiteres miteinander verglichen werden, da sie unter unterschiedlichen Studienbedingungen untersucht wurden.
Viele frei verkäufliche Abnehmprodukte sind keine Arzneimittel. Dazu zählen beispielsweise Produkte mit grünem Tee, Apfelessig oder Ingwer sowie sogenannte „Fatburner“ und „Kohlenhydratblocker“. Für viele dieser Produkte fehlt eine ausreichende Evidenz für eine klinisch relevante und nachhaltige Gewichtsabnahme.
Sie sind daher nicht mit zugelassenen Medikamenten zum Abnehmen gleichzusetzen.
Formuladiäten sind weder Medikamente noch Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsreduktion, sondern strukturierte Ernährungskonzepte. Dabei werden einzelne oder mehrere Mahlzeiten durch nährstoffdefinierte Produkte ersetzt, um die Energieaufnahme zu reduzieren und ein Kaloriendefizit zu erreichen.
Formuladiäten können zeitlich begrenzt zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Für eine langfristige Gewichtsstabilisierung bleiben dauerhaft umsetzbare Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensänderungen wichtig.
Formuladiäten und Medikamente zum Abnehmen sind unterschiedliche Ansätze zur Gewichtsreduktion. Welche Behandlung oder Kombination von Maßnahmen sinnvoll ist, hängt von der individuellen Ausgangssituation ab.
Medikamente zum Abnehmen sollten ausschließlich über zugelassene Apotheken vor Ort oder zugelassene Versandapotheken bezogen werden. Verschreibungspflichtige Abnehmmedikamente wie Wegovy®, Mounjaro® oder Saxenda® sind nur mit einem gültigen Rezept erhältlich. Für einzelne Wirkstoffe und Dosierungen, beispielsweise Orlistat 60 mg, ist kein Rezept erforderlich.
Vom Kauf über nicht zugelassene Online-Anbieter oder auf dem Schwarzmarkt ist abzuraten, da dort unter anderem das Risiko gefälschter oder unsachgemäß gelagerter Arzneimittel besteht.
Ja. Zugelassene Versandapotheken dürfen Medikamente zum Abnehmen online anbieten. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist dafür ein gültiges Rezept erforderlich.
Das hängt von den jeweiligen Medikamenten und der individuellen Gesundheitssituation ab. Vor Beginn der Behandlung sollte ärztlich geprüft werden, ob Wechselwirkungen oder andere relevante Risiken mit der bestehenden Medikation bestehen.
Verschiedene Medikamente zum Abnehmen sollten nicht eigenständig miteinander kombiniert werden. Auch die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit demselben oder ähnlichem Wirkmechanismus kann ausgeschlossen oder nicht empfohlen sein. Informiere Deine Ärztin oder Deinen Arzt deshalb über alle Medikamente, die Du einnimmst.
Nein. Ob ein Abnehmmedikament infrage kommt, hängt vom jeweiligen Präparat und der individuellen Gesundheitssituation ab. Berücksichtigt werden unter anderem BMI, Begleiterkrankungen, mögliche Gegenanzeigen und andere eingenommene Medikamente.
Welche Voraussetzungen konkret gelten, unterscheidet sich je nach Arzneimittel und sollte individuell ärztlich geprüft werden.
Nein. Abnehmen mit Medikamenten sollte mit einer kalorienreduzierten Ernährung und regelmäßiger Bewegung kombiniert werden. Für eine Gewichtsabnahme ist weiterhin ein Kaloriendefizit erforderlich. Abnehmmedikamente können dabei unterstützen, dieses zu erreichen und einzuhalten.
Nein, Wegovy® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und kann nur mit einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke erworben werden.
Du kannst Saxenda® bestellen, wenn Dir ein Arzt ein gültiges Rezept ausgestellt hat. Danach ist die Bestellung über eine zertifizierte Versandapotheke möglich.
Ja, ein Mounjaro® Rezept ist erforderlich, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Es darf nur mit ärztlicher Verordnung in Apotheken – online oder vor Ort – abgegeben werden.