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Wenn das Gewicht stagniert, kannst Du meist mit Methoden nachjustieren.

Abnehmen ist nur möglich, wenn über einen längeren Zeitraum ein Kaloriendefizit besteht. Mit zunehmendem Gewichtsverlust sinkt der Energiebedarf des Körpers, da ein leichterer Körper weniger Energie verbraucht. Bleibt die Kalorienzufuhr unverändert, passt sie mit der Zeit nicht mehr zum geringeren Bedarf und es entsteht kein ausreichendes Kaloriendefizit mehr. Dadurch kann sich der Gewichtsverlust verlangsamen oder vorübergehend stagnieren.
Dabei spielen mehrere Faktoren eine zentrale Rolle:
Wichtig ist auch: Bleibt der Gewichtsverlust aus, ist dies in der Praxis häufig auf eine unbewusste Reduzierung der Alltagsaktivität zurückzuführen. Zudem kommt es oft vor, dass sich Kalorienverbrauch und -aufnahme durch leichte Verhaltensänderungen verändern, sodass das tatsächliche Energiedefizit schrumpft.
Wichtig zu beachten ist, dass das Abnehmen nicht linear verläuft. Bis zu 85 % aller Abnehmenden erleben Plateauphasen.1
Diese Phasen werden auch von individueller genetischer Veranlagung und psychologischen Faktoren beeinflusst. Sie bestimmen jedoch nicht, ob Du weiter abnehmen kannst – sondern wie Dein Körper auf Veränderungen reagiert.
Das sollte Dich jedoch nicht demotivieren: Dein Körper hat sich an die bisherigen Veränderungen angepasst – ein Zeichen dafür, dass der Gewichtsverlust bis hierhin erfolgreich war.
Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft empfiehlt: Mit einem täglichen Kaloriendefizit von 500–600 kcal ist ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von 0,5 kg pro Woche über maximal 3 Monate zu erwarten.
Nach ungefähr 6 Monaten stellt sich ein Energiegleichgewicht ein – die Kalorienzufuhr entspricht dem Energieverbrauch. Dadurch stagniert das Gewicht.2 Dann kann zunächst der Gewichtserhalt im Vordergrund stehen – auch, um einen Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. Auch eine weitere Gewichtsabnahme ist je nach individueller Situation möglich.
Um weiterhin abzunehmen, muss der Kalorienverbrauch neu berechnet werden. Medizinisches Fachpersonal kann Dich hierbei unterstützen.
Anschließend solltest Du Deine Abnehmmethoden nachjustieren:
Achte vor allem auf Maßnahmen, die für Dich dauerhaft funktionieren. Von Crash-Diäten oder extremen Trainingsplänen ist abzuraten, da sie nicht realistisch über einen längeren Zeitraum befolgt werden können.
Stagniert das Gewicht trotz Anpassung der Abnehmstrategien über einen längeren Zeitraum, ist ärztlicher Rat empfehlenswert.
Potenzielle Ursachen wie eine Schilddrüsenunterfunktion, Ödeme (Flüssigkeitsansammlung im Gewebe) oder Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sollten professionell abgeklärt werden.
Wenn keine anderen Gründe für die Gewichtsstagnation vorliegen, kann eine individualisierte Strategie dabei helfen, im Alltag ein Kaloriendefizit zu erreichen.
Bei Übergewicht und Adipositas können Ärztinnen und Ärzte eine Abnehmspritze verschreiben, um den Gewichtsverlust zu unterstützen.1 Diese können ab einem BMI ≥30 oder ≥27 (mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen) eingesetzt werden, um die Sättigung zu fördern und die Nahrungsaufnahme somit zu reduzieren.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das Körpergewicht bei medikamentösen Therapien ebenfalls stagniert – jedoch später als bei reinen Lebensstilmaßnahmen.1
Der Körper passt sich an die geringere Kalorienaufnahme und das geringere Körpergewicht an. Er verbraucht weniger Energie und Hormone verändern sich.
Zudem kann der Muskelverlust beim Abnehmen den Grundumsatz reduzieren. Dadurch kommt es zu einem Energiegleichgewicht und das Gewicht stagniert.
Ein weiterer wichtiger Grund für Gewichtsstagnationen ist, dass die Alltagsbewegung unbewusst reduziert wird oder Verhaltensveränderungen (beispielsweise leicht veränderte Portionen) das effektiv erreichte Kaloriendefizit verkleinern.
Letztlich wird die tägliche Kalorienaufnahme oft um mehrere hundert Kilokalorien unterschätzt, wie eine Studie mit rund 60.000 Teilnehmenden zeigte.5
Wenn das Gewicht stagniert, liegt das häufig daran, dass:
In diesem Fall kann es sinnvoll sein, den aktuellen Kalorienbedarf neu zu bestimmen und darauf basierend ein neues, angepasstes Defizit festzulegen.
Stagniert das Gewicht nach einigen Monaten erfolgreichen Abnehmens, liegt dies häufig daran, dass sich der Energiebedarf des Körpers durch den bereits erfolgten Gewichtsverlust verändert hat. Die bisherige Kalorienzufuhr führt dann nicht mehr zu einem ausreichenden Kaloriendefizit.
Auch Veränderungen im Alltag, etwa bei Bewegung oder Essgewohnheiten, können eine Rolle spielen.
Hält die Stagnation trotz Anpassungen länger an oder bestehen Unsicherheiten, kann es sinnvoll sein, ärztlichen Rat einzuholen, um die Situation individuell einzuordnen.
Gewichtsplateaus sind normal und können mehrere Wochen andauern. Viele Menschen erreichen nach etwa 3–6 Monaten ein Plateau, weil sich durch den Gewichtsverlust der Energiebedarf des Körpers verringert. Die bisherige Kalorienzufuhr führt dann nicht mehr zu einem Kaloriendefizit, sodass sich ein Energiegleichgewicht einstellt.
Nicht im Sinne eines „defekten“ oder blockierenden Stoffwechsels. Häufig entsteht eine Gewichtsstagnation, weil sich mit dem Gewichtsverlust der Energiebedarf des Körpers verringert. Die bisherige Kalorienzufuhr führt dann nicht mehr zu einem ausreichenden Kaloriendefizit.
Zusätzlich können leichte physiologische Anpassungen auftreten, die als adaptive Thermogenese bezeichnet werden. Diese spielen in der Regel jedoch eine untergeordnete Rolle und erklären Plateaus nicht allein.
Um eine Stagnation zu überwinden, können moderate Anpassungen sinnvoll sein – etwa eine erneute Orientierung am aktuellen Energiebedarf oder mehr Bewegung im Alltag. Wichtig ist dabei ein nachhaltiges Vorgehen statt kurzfristiger Verschärfungen.
Wenn das Gewicht über einen längeren Zeitraum stagniert, kann es sinnvoll sein, die bisherigen Maßnahmen an den veränderten Energiebedarf anzupassen. Dazu gehört beispielsweise, den aktuellen Kalorienbedarf neu zu bestimmen und die Ernährung entsprechend auszurichten. Unterstützend können eine eiweiß- und ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie mehr Alltagsaktivität wirken, da sie Sättigung, Muskelmasse und Energieverbrauch fördern.
In der Praxis kann es jedoch ebenso sinnvoll sein, das Gewicht zunächst bewusst zu stabilisieren, wenn sich ein Energiegleichgewicht eingestellt hat. Eine Phase des Gewichtserhalts kann helfen, den Körper zu entlasten und den langfristigen Erfolg zu sichern.
Welche Strategie individuell sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte idealerweise gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden. In bestimmten Fällen kann ergänzend auch eine medikamentöse Unterstützung in Betracht gezogen werden, etwa bei Adipositas oder bei Vorliegen gewichtsbedingter Begleiterkrankungen.
Ja, Du kannst Saxenda® online bestellen, sofern Dir ein gültiges Rezept vorliegt. Der Versand erfolgt über anerkannte Online-Apotheken direkt zu Dir nach Hause.
Nein, Mounjaro® kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und darf nur mit einer ärztlichen Verordnung in Apotheken abgegeben werden.
1. Sarwan, G., Daley, S. F., & Rehman, A. (2025). Management of weight loss plateau. In StatPearls. StatPearls Publishing.
2. Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ AWMF-Register Nr. 050/001 Klasse: S3. (n.d.). Awmf.org. Retrieved December 19, 2025, from https://register.awmf.org/assets/guidelines/050-001l_S3_Praevention-Therapie-Adipositas_2024-10.pdf
3. Leidy, H. J., Clifton, P. M., Astrup, A., Wycherley, T. P., Westerterp-Plantenga, M. S., Luscombe-Marsh, N. D., Woods, S. C., & Mattes, R. D. (2015). The role of protein in weight loss and maintenance. The American Journal of Clinical Nutrition, 101(6), 1320S-1329S. https://doi.org/10.3945/ajcn.114.084038
4. Hall, K. D. (2024). Physiology of the weight-loss plateau in response to diet restriction, GLP-1 receptor agonism, and bariatric surgery. Obesity (Silver Spring, Md.), 32(6), 1163–1168. https://doi.org/10.1002/oby.24027
5. Archer, E., Hand, G. A., & Blair, S. N. (2013). Validity of U.S. nutritional surveillance:National Health and Nutrition Examination Survey caloric energy intake data, 1971-2010. PloS One, 8(10), e76632. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0076632
6. Ballaststoffe. (n.d.). DGE. Retrieved December 19, 2025, from https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/ballaststoffe/
7. Weight loss. (n.d.). Mayo Clinic. Retrieved December 19, 2025, from https://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/weight-loss/in-depth/weight-loss-plateau/art-20044615