Wenn der Körper zu viel Cortisol bildet, gerät das Gewicht aus dem Gleichgewicht

Das Cushing-Syndrom entsteht durch eine chronische Überproduktion des Stresshormons Cortisol. Der Überschuss führt dazu, dass der Körper Fett vor allem im Bauch- und Rumpfbereich einlagert, Muskeln abbaut und der Blutzucker steigt. Die häufigste körpereigene (endogene) Form ist der Morbus Cushing, ausgelöst durch einen kleinen Tumor der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Auch Medikamente mit Kortison können ein sogenanntes exogenes Cushing-Syndrom verursachen. Beide Formen führen häufig zu einer stammbetonten Gewichtszunahme.
Das Cushing-Syndrom beschreibt eine dauerhafte Überproduktion des Hormons Cortisol. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und beeinflusst zahlreiche Körperfunktionen – vom Blutzucker über den Fettstoffwechsel bis hin zum Immunsystem.
Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel bringt diesen fein abgestimmten Kreislauf aus dem Gleichgewicht und führt zu typischen körperlichen Veränderungen, darunter auch eine rasche Gewichtszunahme.
Das Cushing-Syndrom ist der Oberbegriff für alle Formen dieser Erkrankung.
Das Cushing-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die vor allem Frauen zwischen 20 und 50 Jahren betrifft. Männer erkranken deutlich seltener.
Ein durch Kortison verursachtes (exogenes) Cushing-Syndrom kann in jedem Alter auftreten, wenn Medikamente mit Glukokortikoiden über längere Zeit eingenommen werden.
Cortisol sorgt dafür, dass dem Körper in Stresssituationen schnell Energie zur Verfügung steht, indem es den Zucker-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel steuert.
Wird Cortisol jedoch dauerhaft in zu hoher Menge ausgeschüttet, kommt es zu einer Störung des Stoffwechsels:
So entsteht die typische stammbetonte Fettverteilung: viel Fett am Bauch, Oberkörper und Nacken („Buffalo Hump“), während Arme und Beine auffallend schlank bleiben. Normalerweise folgt Cortisol einem Tagesrhythmus – morgens hoch, abends niedrig.
Beim Cushing-Syndrom bleibt der Spiegel jedoch dauerhaft erhöht, wodurch der Körper ständig im Stressmodus bleibt. Das führt langfristig zu Übergewicht, Insulinresistenz und weiteren Stoffwechselstörungen.
Die Gewichtszunahme beim Cushing-Syndrom unterscheidet sich von normalem Übergewicht. Sie entsteht durch den dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel, der Fettverteilung, Muskulatur und Knochenstoffwechsel beeinflusst.
Typisch für das Cushing-Syndrom sind:
Diese Kombination aus Fettverteilung, Haut- und Stoffwechselveränderungen ist charakteristisch und hilft Ärzten und Ärztinnen, das Cushing-Syndrom von gewöhnlicher Adipositas abzugrenzen.
Zur Diagnose werden meist folgende Tests eingesetzt:
Das Gegenteil des Cushing-Syndroms ist der Morbus Addison – dabei wird zu wenig Cortisol gebildet, was meist zu Gewichtsverlust und Schwäche führt.
Auch andere hormonelle Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion können Gewichtszunahme verursachen, beruhen aber auf anderen Stoffwechselmechanismen.
Das Cushing-Syndrom ist insgesamt selten, sollte bei einer ungeklärten, stammbetonten Gewichtszunahme aber immer ärztlich abgeklärt werden – insbesondere, um es von häufigeren Ursachen wie Stress, Medikamenteneinnahme oder Schilddrüsenproblemen zu unterscheiden.
Eine präzise Diagnose ist entscheidend, um die richtige Therapie einzuleiten.
Cortisol beeinflusst, wo der Körper Fett speichert. Es fördert vor allem die Einlagerung von viszeralem Fett im Bauchraum und gleichzeitig den Abbau von Muskelmasse – was den Grundumsatz senkt. Weniger Muskelmasse bedeutet: geringerer Energieverbrauch, der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme.
Zusätzlich wirkt Cortisol auf den Blutzucker- und Insulinstoffwechsel. Der Blutzucker steigt, mehr Insulin wird ausgeschüttet – und Insulin begünstigt die Fettspeicherung.
So entsteht ein Teufelskreis aus Hormonungleichgewicht, Insulinresistenz und Gewichtszunahme.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache:
Nach erfolgreicher Therapie sinkt der Cortisolspiegel wieder, und der Stoffwechsel kann sich stabilisieren. Das Körpergewicht normalisiert sich meist schrittweise – oft über mehrere Monate. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen diesen Prozess.
Typisch ist eine stammbetonte Fettverteilung mit Fett am Bauch, Rücken und Nacken, während Arme und Beine schlank bleiben. Weitere Anzeichen sind Vollmondgesicht, Buffalo Hump (Fettansammlung im Nackenbereich), rötlich-lilafarbene Dehnungsstreifen, dünne Haut, Muskelschwäche, Bluthochdruck und erhöhte Blutzuckerwerte.
Die Gewichtszunahme entwickelt sich meist über Monate, kann aber auch rasch einsetzen, sobald der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht ist – oft trotz gleichbleibender Ernährung.
Solange der Cortisolüberschuss besteht, ist Abnehmen kaum möglich. Nach erfolgreicher Behandlung normalisiert sich der Stoffwechsel, sodass ein Kaloriendefizit durch ausgewogene Ernährung und Bewegung wieder zu Gewichtsverlust führen kann.
Eine Ernährungsumstellung kann die Behandlung unterstützen, aber nicht ersetzen. Solange der Cortisolüberschuss besteht, reagiert der Körper kaum auf ein Kaloriendefizit. Erst wenn sich der Hormonspiegel normalisiert, kann eine kalorienreduzierte Ernährung wieder zu Gewichtsverlust beitragen.
Nach erfolgreicher Behandlung kann das Gewicht langsam sinken. Der Körper braucht Zeit, bis sich der Hormonhaushalt stabilisiert. Bewegung und ausgewogene Ernährung unterstützen diesen Prozess.
Typisch sind Vollmondgesicht, Buffalo Hump (Fettansammlung im Nacken- und Schulterbereich), stammbetonte Fettverteilung, dünne Haut, Dehnungsstreifen, Muskelschwäche, Bluthochdruck und erhöhter Blutzucker.
Ja. Frauen erkranken etwa drei- bis viermal häufiger am Cushing-Syndrom, meist im Alter zwischen 20 und 50 Jahren.
Nein, Saxenda® kaufen ohne Rezept ist nicht erlaubt. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und darf nur mit einer ärztlichen Verordnung in Apotheken abgegeben werden.
Ja, ein Wegovy® Rezept ist zwingend erforderlich, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Nur mit einer ärztlichen Verordnung darf es in Apotheken abgegeben werden – online oder vor Ort.