Abnehmen mit Mineralstoffen: Welche Rolle spielen sie?

Wie Mineralstoffe Stoffwechselprozesse unterstützen – und warum sie trotzdem keinen Einfluss auf die Gewichtsabnahme haben

Übergewichtiger Mann trinkt Wasser aus einer Flasche, ergänzt durch Symbole für Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Zink – Darstellung von Abnehmen mit Mineralstoffen und ausreichender Versorgung des Körpers.

Mineralstoffe und Spurenelemente sind wichtig für Stoffwechsel, Nerven, Muskeln und Energieproduktion – sie halten zentrale Körperfunktionen aufrecht. Für die Gewichtsabnahme haben sie jedoch keinen direkten Effekt: Kein Mineralstoff steigert den Kalorienverbrauch oder die Fettverbrennung. Entscheidend bleibt ein Kaloriendefizit. Ein Mangel ist selten, kann aber bei sehr einseitiger oder stark reduzierter Ernährung oder bestimmten Erkrankungen auftreten. Dann können Müdigkeit und geringere Leistungsfähigkeit das Durchhalten eines Defizits erschweren – die Korrektur des Mangels ersetzt jedoch keine energiereduzierte Ernährung.

Letzte Änderung
02.02.2026
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Ozempic® ist in Deutschland ausschließlich zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Es darf nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden. Die Anwendung von Ozempic® zur Gewichtsreduktion gehört nicht zu den zugelassenen Indikationen. Der folgende Artikel dient der medizinischen Aufklärung. Wende Dich bei Fragen zur Behandlung immer an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.

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Sind Mineralstoffe beim Abnehmen wichtig?

Fehlen wichtige Mineralstoffe, kann das die Effizienz des Energiestoffwechsels beeinträchtigen. Betroffene fühlen sich häufig müde, unkonzentriert oder weniger belastbar – was es erschwert, ein Kaloriendefizit einzuhalten oder körperlich aktiv zu bleiben.

Studien zeigen: Mineralstoffe haben nur dann Auswirkungen auf Gewicht oder Stoffwechselparameter, wenn zuvor ein Mangel bestanden hat. Wird dieser Mangel ausgeglichen, normalisieren sich Stoffwechselprozesse – das kann indirekt das Abnehmen erleichtern. Bei normaler Versorgung ist dagegen kein nachweisbarer Effekt auf Körpergewicht, Fettverbrennung oder Energieverbrauch belegt.1-6

Der Stoffwechsel – auch Metabolismus genannt – umfasst alle biochemischen Prozesse, mit denen der Körper Energie gewinnt, Nährstoffe verarbeitet und Körperzellen auf- oder abbaut. Damit diese Prozesse optimal funktionieren, benötigt der Körper zahlreiche Enzyme.

Mineralstoffe – sowohl Mengenelemente wie Kalzium, Magnesium oder Kalium als auch Spurenelemente wie Eisen, Zink oder Jod – sind für diese Enzyme unverzichtbar. Sie wirken als Cofaktoren, also als Aktivatoren, die biochemische Reaktionen ermöglichen. Ohne sie können viele Enzyme ihre Aufgaben – etwa bei der Energiegewinnung, Hormonbildung oder Fettverwertung – nicht in vollem Umfang erfüllen.

Abgrenzung zu anderen Nährstoffen

Im Gegensatz zu Makronährstoffen wie Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß liefern Mineralstoffe keine Energie. Sie wirken auch nicht wie Hormone oder Enzyme, sondern unterstützen deren Aktivität als Cofaktoren, also funktionelle Bausteine, die chemische Reaktionen ermöglichen.

Damit unterscheiden sie sich auch von Vitaminen, die ähnliche Aufgaben übernehmen, aber organische Verbindungen sind – während Mineralstoffe anorganische Substanzen darstellen. Ihre Rolle beim Abnehmen ist daher unterstützend, nicht steuernd: Sie sichern den reibungslosen Ablauf des Stoffwechsels, beeinflussen aber nicht die Fettverbrennung oder den Kalorienverbrauch.

Wie häufig ist ein Mineralstoffmangel wirklich?

Ein echter Mineralstoffmangel ist in Deutschland selten. Die meisten Menschen sind durch eine abwechslungsreiche Ernährung ausreichend versorgt. Ein Risiko besteht vor allem bei:

  • stark kalorienreduzierten oder einseitigen Diäten,

  • Essstörungen,

  • chronischen Erkrankungen (z. B. Magen-Darm-Erkrankungen, Diabetes),

  • oder bei starkem Übergewicht, wenn entzündliche Prozesse die Nährstoffverwertung beeinträchtigen.

Wichtig: Kurzzeitige Ernährungseinschränkungen führen nicht zu einem klinisch relevanten Mangel. Erst wenn über Wochen oder Monate zu wenig Mineralstoffe aufgenommen werden, können Speicher erschöpft und Körperfunktionen beeinträchtigt werden – etwa durch Müdigkeit, Muskelschwäche oder Konzentrationsprobleme.

Ein solcher Mangel verhindert keine Gewichtsabnahme, kann sie aber indirekt erschweren, weil der Körper weniger leistungsfähig ist und das Durchhalten eines Kaloriendefizits schwieriger werden kann.

Mineralstoffe und Abnehmen – was sie wirklich bewirken

Ein Zuviel einzelner Mineralstoffe führt nicht zu einer Zunahme von Körperfett. Zwar können Mineralstoffe Prozesse wie den Wasserhaushalt oder die Schilddrüsenfunktion beeinflussen und dadurch kurzfristig das Körpergewicht verändern (z. B. durch Wassereinlagerungen), sie verursachen jedoch keine Fettzunahme.

Ein Mangel an Mineralstoffen stoppt diese Abläufe nicht, kann ihre Effizienz jedoch beeinträchtigen – etwa durch ein vermindertes Energielevel oder eine geringere Leistungsfähigkeit.

Ein Mangel kann diese Abläufe nicht stoppen, aber ihre Effizienz beeinträchtigen – was sich z. B. auf Energielevel und Leistungsfähigkeit auswirken kann.

Zink – Bestandteil vieler Stoffwechselprozesse

Zink ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt und spielt eine Rolle im Fett- und Zuckerstoffwechsel. Es ist an der Bildung und Aktivierung zahlreicher Enzyme beteiligt, die Energie und Nährstoffe verwerten.

Lebensmittelquellen: Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte.

Jod – Bestandteil der Schilddrüsenhormone

Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), die den Energieumsatz und damit den Grundverbrauch des Körpers beeinflussen. Eine sowohl zu geringe als auch zu hohe Jodzufuhr kann die Schilddrüsenfunktion stören.

Lebensmittelquellen: Seefisch, Milchprodukte, jodiertes Speisesalz.

Kalium für Muskeln, Flüssigkeitshaushalt und Insulinempfindlichkeit

Kalium ist an der Regulation von Nerven- und Muskelfunktion beteiligt und wirkt gemeinsam mit Natrium beim Flüssigkeitshaushalt. Es unterstützt die Insulinwirkung und trägt so zur normalen Glukoseverwertung bei.

Lebensmittelquellen: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte.

Natrium – wichtig für den Wasser- und Elektrolythaushalt

Natrium reguliert gemeinsam mit Kalium den Wasserhaushalt und unterstützt die Nervenleitung. Ein Zuviel kann den Blutdruck erhöhen, ein Zuwenig Schwindel oder Muskelschwäche verursachen.

Lebensmittelquellen: Kochsalz, Brot, Käse, verarbeitete Lebensmittel.

Kalzium – für Knochen, Muskeln und Enzyme

Kalzium ist ein zentraler Bestandteil von Knochen und Zähnen und wird auch für die Muskelkontraktion und Enzymaktivität benötigt.

Lebensmittelquellen: Milchprodukte, grünes Gemüse, calciumreiches Mineralwasser.

Eisen – für Sauerstofftransport und Energiegewinnung

Eisen ist Bestandteil des Hämoglobins und damit für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Bei Adipositas kann die Eisenaufnahme durch chronische Entzündungsprozesse beeinträchtigt sein.

Lebensmittelquellen: Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse.

Kupfer – Bestandteil vieler Enzyme

Kupfer ist an Reaktionen beteiligt, die Energie aus Nährstoffen freisetzen.

Lebensmittelquellen: Nüsse, Leber, Vollkornprodukte.

Mangan – Bestandteil von Enzymen

Mangan unterstützt Enzyme, die an der Energiegewinnung und am antioxidativen Schutz beteiligt sind.

Lebensmittelquellen: Vollkornprodukte, Nüsse, Tee.

Phosphor – Bestandteil der Zellenergie

Phosphor ist Teil des Energiemoleküls ATP und damit an allen energieabhängigen Prozessen beteiligt.

Lebensmittelquellen: Milchprodukte, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse.

Molybdän, Chlorid und Fluorid – keine Relevanz für das Abnehmen

Diese Mineralstoffe erfüllen wichtige Aufgaben im Körper, etwa bei der Verdauung oder Zahngesundheit.

Weitere Mineralstoffe, die Stoffwechselprozesse unterstützen

Auch wenn Magnesium, Chrom, Selen oder Schwefel (MSM) am Stoffwechsel beteiligt sind, zeigen Studien7,8,9,10 keine relevante Gewichtsveränderung.

  • Magnesium: wichtig für Muskelarbeit und Enzymfunktionen.
  • Chrom: unterstützt die Glukoseregulation.
  • Selen: beteiligt an antioxidativen Prozessen; kann helfen, fettfreie Körpermasse zu erhalten.
  • Schwefel (MSM): Bestandteil von Aminosäuren; positive Effekte auf Lipidprofile möglich.

Zusammenfassung

Häufige Fragen

Mineralstoffe unterstützen Stoffwechselprozesse wie Energiegewinnung, Hormonbildung und Muskelarbeit. Für die Gewichtsreduktion ist ein Kaloriendefizit entscheidend – kein Mineralstoff führt zu Gewichtsverlust.

Mineralstoffe ermöglichen biochemische Prozesse im Stoffwechsel, steuern aber nicht aktiv die Fettverbrennung.

Nur bei einem bestehenden Mangel kann sich der Energiestoffwechsel vorübergehend verändern.

Bei normaler Versorgung hat eine zusätzliche Einnahme keinen Einfluss auf Fettverbrennung oder Energieverbrauch.

Keiner. Kein Mineralstoff führt direkt zu einer Gewichtsreduktion. Entscheidend bleibt das Kaloriendefizit.

Dazu gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Weder Zink, Kalium noch andere Mineralstoffe beeinflussen das Hungergefühl direkt.

Heißhunger kann sich durch eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Ballaststoffen und regelmäßigen Mahlzeiten vermeiden lassen.

Grundlage jeder Gewichtsreduktion ist ein Kaloriendefizit – der Körper muss mehr Energie verbrauchen, als er über die Nahrung aufnimmt.

Mineralstoffe werden am besten über eine ausgewogene Ernährung aufgenommen: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Milchprodukte und Fisch liefern wichtige Mineralstoffe. Orientierung bieten die Referenzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Nur bei nachgewiesenem Mangel. Eine zusätzliche Einnahme bringt bei normaler Ernährung keinen Vorteil.

Unnötige Präparate erhöhen das Risiko einer Überversorgung und sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingesetzt werden.

Nein, Saxenda® kaufen ohne Rezept ist nicht erlaubt. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und darf nur mit einer ärztlichen Verordnung in Apotheken abgegeben werden.

Ja, ein Wegovy® Rezept ist zwingend erforderlich, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Nur mit einer ärztlichen Verordnung darf es in Apotheken abgegeben werden – online oder vor Ort.

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    Association between obesity and iron deficiency: A systematic review. Experimental and Therapeutic Medicine, 22(5), 1268. https://doi.org/10.3892/etm.2021.10703
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