Die Rolle von Selen bei Stoffwechselprozessen und der Schilddrüsenfunktion

Selen ist ein essentielles Spurenelement. Als Bestandteil wichtiger Enzyme spielt es eine zentrale Rolle für die Funktion der Schilddrüse und des Energiestoffwechsels. Eine ausreichende Selenversorgung ist daher wichtig, damit der Stoffwechsel normal funktioniert. Wichtig: Selen steigert nicht den Energieverbrauch und führt nicht zu einem Gewichtsverlust.
In diesem Artikel erfährst Du außerdem, wie sich ein Mangel bemerkbar machen kann und in welchen Fällen eine Ergänzung sinnvoll ist.
Selen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Es muss über die Nahrung aufgenommen werden. Im Organismus wird es als Aminosäure Selenocystein in verschiedene Proteine eingebaut, die Selenoproteine.
Diese erfüllen zentrale Aufgaben in Deinem Körper:
Die Schilddrüse spielt eine Schlüsselrolle für den gesamten Energiestoffwechsel. Sie produziert Hormone, die mitbestimmen, wie effizient Dein Körper Energie verarbeitet. Selen ist hierbei von entscheidender Bedeutung:
Ein ausgeprägter Selenmangel kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und Symptome wie Müdigkeit oder Erschöpfung begünstigen. Ist der Selenspiegel im Normalbereich, bleibt der Stoffwechsel unverändert. Das heißt, Selen steigert nicht den Energieverbrauch und ersetzt kein Kaloriendefizit beim Abnehmen. Selen unterstützt lediglich physiologische Prozesse, die bei einem Mangel eingeschränkt sein könnten.
Obwohl schwere Mangelerscheinungen (wie Herzmuskelschäden) selten sind, weisen viele Menschen in Deutschland eine suboptimale Selenversorgung auf.1 Das bedeutet, die Aufnahmemenge liegt unter den Empfehlungen, führt aber in der Regel nicht zu spürbaren gesundheitlichen Einschränkungen. Typische Symptome eines leichten Mangels sind Haarausfall, brüchige Nägel oder eine erhöhte Infektanfälligkeit.
Ein ausgeprägter, klinisch relevanter Selenmangel ist hierzulande selten. Dieser kann die Aktivierung der Schilddrüsenhormone beeinträchtigen und dadurch den Energiehaushalt verlangsamen. Mögliche Folgen wären dann Müdigkeit oder Muskelschwäche. Wer sich müde fühlt, bewegt sich im Alltag oft weniger, was den Kalorienverbrauch senkt. Gleichzeitiger Stress kann zudem das Durchhalten einer kalorienreduzierten Ernährung erschweren.
Dieser Zusammenhang erklärt, warum der Selenstatus und das Körpergewicht indirekt miteinander verknüpft sind. Ein Ausgleich eines echten Mangels kann helfen, die normale Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und so einen aktiven Lebensstil zu erleichtern. Eine Einnahme bei bloßer suboptimaler Versorgung oder über den Bedarf hinaus steigert den Stoffwechsel jedoch nicht.
Um das Körpergewicht zu reduzieren, bleibt ein Kaloriendefizit entscheidend.
Mit einer ausgewogenen Ernährung lässt sich in der Regel ausreichend Selen aufnehmen.
Da die Böden in Europa oft arm an Selen sind, enthalten pflanzliche Lebensmittel hierzulande meist weniger Selen als beispielsweise in den USA. Tierfutter wird in der EU oft mit Selen angereichert, deshalb liefern tierische Produkte meist zuverlässige Mengen.
Einen hohen Selengehalt können haben:
Da der Selengehalt je nach Anbaugebiet stark schwanken kann, liefert der Bundeslebensmittelschlüssel (BLS; als Standard geltende Datenbank für den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln) keine genauen Angaben dazu.2
Eine Supplementierung von Selen sollte idealerweise auf Basis eines ärztlich nachgewiesenen Mangels erfolgen. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln „auf Verdacht“ ist nicht sinnvoll – Selen hat keinen direkten Einfluss auf das Körpergewicht.
Eine dauerhaft zu hohe Zufuhr (über der tolerierbaren Höchstmenge von ca. 255 µg pro Tag für Erwachsene) kann gefährlich wirken. Symptome einer Überdosierung (Selenose) sind unter anderem Haarausfall, Magen-Darm-Beschwerden, brüchige Nägel und ein knoblauchartiger Geruch der Atemluft.2 Wichtig: Achte auf Deine Gesamtaufnahme. Wenn Du Nahrungsergänzungsmittel einnimmst, solltest Du nicht zusätzlich übermäßig viele selenreiche Lebensmittel verzehren. Kläre eine Einnahme, insbesondere bei höheren Dosierungen oder bestehenden Erkrankungen, mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt ab.
Selen führt nicht zu einer Gewichtsreduktion. Eine ausreichende Versorgung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Deine Schilddrüse und Dein Energiestoffwechsel normal arbeiten können. Selen unterstützt also lediglich physiologische Prozesse, die bei einem Mangel eingeschränkt sein könnten. Ohne ein Kaloriendefizit führt die Einnahme nicht zum Gewichtsverlust.
Selen fungiert als „Zündschlüssel“ für bestimmte Enzyme (Selenoproteine). Diese sind entscheidend, um das inaktive Schilddrüsenhormon T4 in das stoffwechselaktive T3 umzuwandeln. Dieses Hormon ist an der Regulation des Energieumsatzes beteiligt. Selen sorgt also dafür, dass diese Prozesse physiologisch normal ablaufen, steigert den Stoffwechsel jedoch nicht über das natürliche Maß hinaus. Zudem schützt Selen die Zellen vor oxidativen Schäden, die bei Stoffwechselvorgängen entstehen.
Da die Symptome sehr unspezifisch sind, wird ein Mangel oft spät erkannt. Mögliche Anzeichen sind ständige Müdigkeit, Muskelschwäche, Haarausfall, weiße Flecken auf den Fingernägeln oder eine erhöhte Infektanfälligkeit. Ein echter, klinisch relevanter Selenmangel ist in Deutschland jedoch selten. Da die genannten Symptome auch andere Ursachen haben können, ist eine ärztliche Untersuchung zur Abklärung wichtig.
Zu den verlässlichsten Quellen zählen tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Seefisch (z. B. Hering, Thunfisch), da Tierfutter in der EU oft mit Selen angereichert wird. Pflanzliche Quellen wie Kohl, Zwiebelgemüse, Pilze oder Linsen sind abhängig vom Selengehalt des Bodens und schwanken daher stark in ihren Werten. Paranüsse sind extrem selenreich, sollten aufgrund ihrer natürlichen radioaktiven Belastung jedoch nur in sehr kleinen Mengen verzehrt werden.
Ja, diese Kombination ist sinnvoll. Jod und Selen arbeiten in der Schilddrüse zusammen: Während Jod ein Baustein der Hormone ist, sorgt Selen für eine Umwandlung des inaktiven T4 in das aktive T3. Ein Jodüberschuss bei gleichzeitigem Selenmangel kann die Schilddrüse belasten. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist eine zusätzliche Einnahme in Form von Kombipräparaten jedoch in der Regel nicht nötig.
Selen wird bei Hashimoto-Thyreoiditis häufig begleitend eingesetzt, da es entzündliche Prozesse in der Schilddrüse mildern und die Antikörperkonzentration senken kann. Es gilt als gut verträglich, doch inwieweit eine verlässliche Wirkung besteht, muss wissenschaftlich noch eindeutig belegt werden. Die Einnahme sollte deshalb immer ärztlich abgestimmt werden, um die richtige Dosis zu finden.3
Der Tagesbedarf für Erwachsene liegt laut DGE bei 60 (Frauen) bis 70 (Männer) Mikrogramm (µg), was oft über die Ernährung erreichbar ist. Da ein klinisch relevanter Mangel hierzulande selten ist, ist eine Supplementierung ohne ärztliche Abklärung meist nicht notwendig. Wer Nahrungsergänzungsmittel nutzt, sollte eine Tagesdosis von 200 µg nicht überschreiten, da Selen in hohen Mengen toxisch wirkt (Selenose). Symptome einer Überdosierung können Haarausfall, Übelkeit und ein knoblauchartiger Atemgeruch sein.
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