Warum Kohlenhydrate auch beim Abnehmen ein wichtiger Teil der Ernährung sind

Kohlenhydrate liefern Energie für Gehirn, Muskeln und Stoffwechsel – 4 kcal pro Gramm. Sie sind in fast allen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und bringen wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit. Beim Abnehmen ist entscheidend, dass Du ein Kaloriendefizit erreichst – die Menge einzelner Makronährstoffe ist zweitrangig.
Viele Diäten setzen auf strikte Einschränkungen von Kohlenhydraten. Aus wissenschaftlicher Sicht hat das keinen klaren Vorteil.
Was beim Abnehmen zählt, ist:
Kohlenhydrate gehören neben Proteinen und Fetten zu den 3 Makronährstoffen. Sie liefern Energie für Gehirn, Muskeln und den gesamten Stoffwechsel – 4 kcal pro Gramm.
Kohlenhydrate werden im Körper zu Glukose zerlegt, die direkt als Energiequelle genutzt oder in Form von Glykogen gespeichert wird. Ein Kalorienüberschuss, egal ob aus Kohlenhydraten, Proteinen oder Fetten, wird als Körperfett gespeichert.
Kohlenhydrate sind in fast allen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und bringen wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit. Ballaststoffreiche Kohlenhydrate fördern zudem die Darmgesundheit.
Kohlenhydrate führen nur dann zu Gewichtszunahme, wenn Du mehr Energie aufnimmst, als Dein Körper verbraucht. Tageszeit oder einzelne Lebensmittel spielen dabei eine untergeordnete Rolle.
Dass eine Ernährung, die reich an Zucker oder Kohlenhydraten ist, allein Typ-2-Diabetes verursacht, ist nicht belegt.
Zu den zentralen Risikofaktoren für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes zählen
Bereits eine moderate Reduktion von Körperfett kann den Zuckerstoffwechsel verbessern und bei vielen Betroffenen die Stoffwechselwerte stabilisieren.
Zudem gibt es Hinweise darauf, dass nicht allein das Gesamtgewicht, sondern auch die individuelle Speicherkapazität des Fettgewebes, die sogenannte „persönliche Fettschwelle“, eine Rolle spielt. Bei manchen Menschen lagert das subkutane Fettgewebe weniger überschüssiges Fett sicher ein. Wird diese Kapazität überschritten, kann das überschüssige Fett an riskanteren Stellen wie der Leber oder dem Bauchraum abgelagert werden. Das erhöht das Risiko für Insulinresistenz und Diabetes – und das unabhängig vom Body-Mass-Index.7
Zum Abnehmen musst Du Kohlenhydrate nicht reduzieren. Entscheidend ist eine ausgewogene Mahlzeiten-Zusammensetzung aus Ballaststoffen, magerem Protein und gesunden Fetten in Maßen.
Tipps für die Umsetzung:
Low-Carb-Ansätze (z. B. ketogen oder Paleo) reduzieren die Kohlenhydratzufuhr stark.
Kurzfristig zeigt sich häufig ein schnellerer Gewichtsverlust, vor allem durch Wasserverlust, der mit der Verringerung der Kohlenhydratspeicher zusammenhängt. Langfristig hängt die Fettabnahme jedoch wie bei allen Diäten vom Kaloriendefizit ab. Studien zeigen keinen klaren Vorteil gegenüber ausgewogener Ernährung.6
Risiken einer stark kohlenhydratreduzierten Ernährung können Müdigkeit, Elektrolytstörungen und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit sein.
Fazit: Low Carb kann individuell funktionieren, ist aber nicht notwendig, um Gewicht zu verlieren, und für manche Menschen schwer langfristig durchhaltbar.
Es gibt keine „verbotenen“ Kohlenhydrate. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und Kartoffeln liefern Ballaststoffe, unterstützen die Verdauung und halten länger satt. Zucker- und fettreiche Snacks können in Maßen Teil der Ernährung sein, solange das Kaloriendefizit stimmt.
Das hängt von individuellen Faktoren ab: Alter, Geschlecht, Körperzusammensetzung, Aktivität, Stoffwechsel und persönliche Vorlieben.
Nein. Kohlenhydrate führen nicht automatisch zu Gewichtszunahme. Entscheidend ist die Gesamtenergiebilanz – ein Kaloriendefizit bewirkt Gewichtsverlust unabhängig von der Makronährstoffquelle.
Beim Abnehmen lohnt es sich, Lebensmittel nach Ballaststoffgehalt und Nährstoffdichte auszuwählen:
Ja. Kohlenhydrate sind ein wichtiger Energielieferant. Solange das Kaloriendefizit langfristig gehalten wird und die Kohlenhydrate vor allem aus ballaststoffreichen, vollwertigen Quellen stammen, ist Gewichtsverlust möglich.
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