Viszerales Fett und die Risiken bauchbetonter Adipositas

Ein “Bierbauch” ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Fettansammlung im Bauchbereich. Alkohol hemmt die Fettverbrennung von gleichzeitig konsumierter Nahrung und kann so eine Gewichtszunahme begünstigen. Die Grundursache eines Bierbauchs ist jedoch eine allgemeine Gewichtszunahme durch einen länger andauernden Kalorienüberschuss. Typisch für den Bierbauch ist, dass sich das Fett vor allem im Bauchraum um die inneren Organe herum ansammelt. Dieses viszerale Fett ist hormonell aktiv und produziert Botenstoffe, die Entzündungen fördern können. So kann Bauchfett zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes-Typ-2 beitragen. Dabei gilt: Je breiter die Taille, desto höher das Risiko.
Kurz gesagt: Nein, Bier “formt” keinen typischen Bauch. Zwar kann ein hoher Bierkonsum zu einem höheren Bauchumfang beitragen, das Bier alleine ist jedoch nicht die Ursache.
Einige Wissenschaftler:innen1 wollten es genauer wissen. Sie werteten die Daten von 12.749 Frauen und 7.876 Männern aus und stellten fest: Bei Männern wuchs mit dem Bierkonsum auch der Taillenumfang. Wer 1 l Bier am Tag trank, hatte ein 17 % höheres Risiko, am Bauch zuzunehmen. Aber mit dem Bierkonsum stieg nicht nur der Taillenumfang, sondern das gesamte Gewicht. Der Bierbauch ist also nicht dem Bier geschuldet, sondern entsteht, wenn sich durch einen Kalorienüberschuss das Fett besonders im Bauchraum ablagert.
Bei Frauen wurde nur ein geringer Effekt und kein klarer Zusammenhang zwischen Bierkonsum und Taillenumfang gemessen. Das kann auch daran liegen, dass Frauen häufig eine andere Fettverteilung aufweisen. Sie lagern Fett generell eher im Hüft- und Oberschenkelbereich (“Birnenform”) ein, während Männer Fett meist im Bauchraum speichern (“Apfelform”).
Ob durch Bier oder andere Nahrungsmittel verursacht ‒ ein hoher Bauchumfang ist ein wichtiger Indikator für mögliche Gesundheitsrisiken. Je breiter die Taille, desto höher ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes.
Verantwortlich dafür ist das viszerale Fett. So nennt man Fett, das sich im Bauchraum um die inneren Organe anlagert. Im Gegensatz zum subkutanen Fett (Fett direkt unter der Haut) ist viszerales Fett mehr als nur ein Fettspeicher. Es ist hormonell aktiv und setzt Fettsäuren und Entzündungsstoffe frei. Es kann dadurch Krankheiten wie Insulinresistenz, Bluthochdruck oder Arteriosklerose begünstigen.
Ab einem Taillenumfang von 80 cm (Frauen) bzw. 94 cm (Männer) besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes. Dabei kann jeder Zentimeter mehr das Risiko weiter erhöhen. Ab einem Taillenumfang von 88 cm (Frauen) bzw. 102 cm (Männer) sprechen Mediziner:innen von bauchbetonter oder abdominaler Adipositas. Diese geht aufgrund des hohen Anteils an viszeralem Fett mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes einher.
Nachhaltig abnehmen gelingt nur durch Einhaltung eines Kaloriendefizits. Wenn behandelnde Ärztinnen und Ärzte es für sinnvoll erachten, können moderne Wirkstoffe wie Semaglutid, Liraglutid oder Tirzepatid – inkretin-basierte Therapien – bei der Abnahme unterstützen. Die Wirkstoffe beeinflussen das Sättigungs- und Belohnungssystem im zentralen Nervensystem sowie die Kommunikation zwischen Verdauungstrakt und Gehirn. Sie wirken gezielt auf Rezeptoren, die das Hungergefühl dämpfen, das Sättigungsgefühl verstärken, die Magenentleerung verlangsamen und die Blutzuckerkontrolle verbessern. Medikamente wie Wegovy®, Saxenda® und Mounjaro® unterstützen so die nachhaltige Reduktion des Körpergewichts bei Übergewicht und Adipositas.
Dabei gilt es zu beachten:
Der Bierbauch entsteht nicht durch Bier, sondern durch eine generelle Gewichtszunahme durch einen länger andauernden Kalorienüberschuss. Typisch für den Bierbauch ist, dass sich Fett besonders im Bauchraum anlagert.
Fett, das sich im Bauchraum um die inneren Organe anlagert, viszerales Fett, unterscheidet sich von Unterhautfett (subkutanes Fett). Es ist hormonell aktiv und setzt u. a. Entzündungsstoffe frei. Viszerales Fett ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes-Typ-2.
Für jede Gewichtsabnahme ist ein Kaloriendefizit entscheidend. Das heißt, Du musst mehr Energie verbrauchen, als Du aufnimmst. Eine ausgewogene, kalorienreduzierte Ernährung, mehr Bewegung und Stressmanagement unterstützen beim Abnehmen. Da Alkohol viele Kalorien enthält, kannst Du die Gewichtsabnahme unterstützen, indem Du Alkohol reduzierst oder ganz darauf verzichtest.
Ein Bierbauch verschwindet nur durch Einhaltung eines Kaloriendefizits. Das heißt, Du musst mehr Kalorien verbrauchen, als Du zu Dir nimmst. Je größer der Bauchumfang, desto länger dauert es. Du solltest daher eine Ernährung wählen, die Du im Alltag langfristig umsetzen kannst. Viel Gemüse, Obst, Ballaststoffe und Proteine sind ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
Alkohol ist kalorienreich. Ein Glas Bier oder Wein enthält im Durchschnitt ca. 130 kcal, etwa so viel wie 6 Stückchen Schokolade. Ein Caipirinha hat einen ähnlichen Nährwert wie ein Cheeseburger (320 kcal). Alkoholkonsum kann daher zu einem Kalorienüberschuss führen.
Zum Abnehmen ist ein Kaloriendefizit erforderlich. Das gilt auch für den Bierbauch. Um nachhaltig abzunehmen, ist ein tägliches Kaloriendefizit von 500–600 kcal erforderlich. Wie schnell man Gewicht reduzieren kann, hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel dem Ausgangsgewicht.
Nein, Saxenda® kaufen ohne Rezept ist nicht erlaubt. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und darf nur mit einer ärztlichen Verordnung in Apotheken abgegeben werden.
Du kannst Wegovy® bestellen, wenn Dir ein Arzt ein gültiges Rezept ausgestellt hat. Anschließend ist die Bestellung über eine zertifizierte Versandapotheke möglich.